Bossam – Schweinebauch koreanisch

Irgendwie kam es mir schon merkwürdig vor:
bei einem Schweinebauch vor dem Weg in den Ofen die Hautschicht zu entfernen und wegzuwerfen.
Was sich wohl auch Missboulette dachte, bei ihrem Ein Schwein to remember
bleibt die Haut dran, wird knusprig gebacken und so das Gericht zu einer bayerisch-koreanischen Fusion.
Gut zu wissen, denn mein erster Bossam war sicherlich nicht mein letzter.
Und weil es eben mein erster koreanischer Schweinbauch war bin ich dem Rezept von Judy Joo gefolgt und die Haut kam weg.
Ich hatte zwar versucht, sie auf dem Rost separat kross zu bekommen, was leider nicht funktionierte, das Hautstück wurde ledern und ungeniessbar.
Aber egal, in Bayern ist Wammerl ebenso beliebt, Schweinebauch mache ich oft und gerne wieder koreanisch.
Denn sagenhaft gut ist die der Geschmack der Marinade, der beim Backen im Rohr das Fleisch durchzieht.
Und die Art das Schwein zu essen: eine dünne Scheibe wird mit einer teelöffelgroßen Menge Klebreis und etwas scharfer Soße in ein Salatblatt gerollt, dann einfach abbeißen.

Der beim Kochen entstandene Sud schmeckte würzig nach Ingwer und Frühlingszwiebeln, sehr gut auch durch die koreanische Sojapaste.
So kam er nicht in den Ausguss sondern wurde abgesiebt und über Nacht in den Kühlschrank gestellt.
Mit der Suppe geht es morgen weiter.

Rezept

keine Mengenangabe

Bossam – Schweinebauch koreanisch

  • 1,5 Kilo Schweinebauch
  • Für den Sud:
  • 4 große Knoblauchzehen
  • 5 cm großes Stück Ingwer mit Haut in Scheiben geschnitten
  • 1 Zwiebel in Stücke geschnitten
  • 5 Frühlingszwiebeln in Stücke geschnitten mit Wurzeln
  • 2 TL Dwengjang - koreanische Paste
  • Für die Marinade:
  • 2 TL Dwengjang Paste - koreanische Soja-Paste
  • 1 TL Honig (oder Corn Sirup)
  • 1 1/2 TL fein geriebenen Ingwer
  • 1 1/2 TL fein geriebene Zwiebel
  • 1 TL koreanische Gochujang Paste - koreanische Sojapaste
  • Für die Bossam-Soße
  • 2 TL Dwengjang Paste
  • 2 TL fein geriebene Zwiebel
  • 2 TL geröstetes Sesam Öl
  • 2 TL geröstete Sesamsaat
  • 1 TL fein geriebenen Ingwer
 
  1. Gemüse und Gewürze für den Sud waschen und vorbereiten
  2. In einem ausreichend großen Topf genügend Wasser zum Kochen bringen und alles Zutaten für den Sud zugeben
  3. Schweinebauch einlegen, kurz alles zum Kochen bringen. Dann Hitze reduzieren und ca. 2 Stunden nur leicht simmern lassen
  4. Nach 2 Stunden den Schweinebauch herausnehmen (Sud nicht weggießen) und auf einem Brett leicht abkühlen lassen bis man es anfassen kann
  5. Dann die Haut als Deckel komplett entfernen
  6. Ofen auf 180° vorheizen
  7. Für die Mariade alle angegebenen Zutaten zu einer Paste vermischen und den Schweinebauch an der Oberseite damit bestreichen
  8. Schweinebauch in eine Reise setzen und mit der bestrichenen Seite nach oben ca. 30 Minuten auf mittlerer Stufe  in den Ofen schieben
  9. Für die Bossam-Soße alle Zutaten in einem Schälchen vermischen
  10. Nach 30 Minuten sollte die Schweinebauch-Oberseite eine schöne Farbe angenommen haben.
  11. Ofen ausstellen, Türe kurz zum Abkühlen öffnen und den Schweinebauch im Ofen noch 15 Minuten ruhen lassen
  12. Inzwischen den Klebreis nach Packungsanweisung kochen, die Salatblätter waschen und schleudern
  13. Das Schwein auf einem Brett in dünne Scheiben schneiden und auf einer Platte anrichten
  14. Eine dünne Scheibe wird mit einer teelöffelgroßen Menge Klebreis und etwas scharfer Soße und etwas Kimchi oder (anderen koreanischen Pickles) in ein Salatblatt gerollt, dann einfach abbeißen.

3 Kommentare

  • Christine
    2 Jahren ago

    Hatte vorgestern Gäste und Schweinebauch korenisch nach deinem Rezept gemacht. Kam total super an! Vielen Dank für das köstliche Rezept!

    • Petra
      2 Jahren ago

      Vielen Dank, das freut mich! Vor allem mit Gästen fand ich das auch toll, bisschen was zu tun, sommerlich mit dem Salat, trotz Schweinebauch frisch und würzig. Liebe Grüße Petra

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