Casa Vinicola Firriato

1985 erbauten Salvatore und Vizia di Gaetano die „Casa Vinicola Firriato“ bei Trapani.
Seit 1994 abreiten sie mit einem australischen Weinproduzenten zusammen und tauschen sich über moderne Technologien aus. So werden unter anderem auch Drohnen im Weinberg eingesetzt.
So lassen sich etwa Erkenntnisse über Schädlinsgbefall, Wasserversorgung und Reifegrad gewinnen. Firriato entwickelte sich zu einem der renommiertesten Weingüter Siziliens und führt einen Gambero Rosso Stern, der für 10 x 3 Gläser verliehen wird.
75% der produzierten 4.250.000 Flaschen werden in über 30 Staaten exportiert, mein Liebling war der Spumante Gaudensius, 100% Nerello Mascalese, den ich aber nicht bei diversen Weinvertrieben gefunden habe.

Verteilt auf der Insel verfügt Firriato über 300 Hektar Land, 200 Hektar in den besten Lagen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Ferien bei Firriato zu verbringen.

Bei der Weinprobe folgten auf den Spumante Gaudensius, der elegante, blumige Lavinia la Muciara aus Grillo, Catarratto and Zibibbo.
Aus einer Mischung aus Carricante und Catarratto besteht der Cavanera Ripa di Scorciavacca Etna Bianco, die Trauben werden an einem der höchsten Punkte der Weinberge angebaut. Elegant, voll und fruchtig, mit einer Note von Pfirsich und einer Idee von Kräutern.
Am Ende der Weißweine stand Quader Bianco, bestehend aus Grillo, Catarratto, Carricante und Zibibbo.
Die Weißweine mit einem Zibibbo-Anteil mochte ich immer besonders gerne, immer elegant blumig und trotzdem frisch, was Frauen gerne mögen. Was aber keinesfalls in eine künstliche oder liebliche Richtung geht, eben nur eine Mischung von Blumen und Früchten.

Mit den Roteinen begann der Favinia le Sciabiche, bestehend aus Perricone und Nero d’avola.
Kräftig, mineralisch und mit einer feinen Tabaknote passte er später sehr gut zum Roastbeef.
Was immer schön war: nach der Weinprobe standen bei jedem Weingut alle Weine zur freien Kombination mit den Buffetgerichten zur Verfügung.
Weiter ging es mit Cavanera Rovo delle Conturnie Etna Rosso, aus 80% Nerello Mascalese und 20% Nerello Cappuccio.
Beerig, leicht mineralisch und würzig nach Pfeffer schmeckend mochte ich Cavanera gerne zum Schinken.
Quater Rosso schloß die Rotweine ab, der kräftigste, eine Kombination aus Nero d’Avola, Perricone, Frappato and Nerello Cappuccio. Im Mund entwickelt der Wein einen wechselnden Geschmack von dunklen Beeren, Kirschen und Schokolade.

Und zum Thema Süßigkeiten: L’Ecrù schloß die Weinprobe als Süßwein ab.
Aus Zibibbo und einem kleinen Anteil von Malvasia wird ein Süßwein mit etwas Honig und Zitrus, dazu kommen Geschmacksrichtungen wie Salbei und Muskat.

Nach der Weinprobe und dem kleinen Rundgang wurde uns ein elegantes Buffet serviert, eine heiße Pilzsuppe gereicht und jeden die Canolli persönlich frisch gefüllt.
Ein schöner Abend mit charmanten Gastgebern, hier würde ich auch gerne im Ferienzimmer morgens aufwachen.

Firriato






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