Blutwurstgröstl

und den Chinesen
und den Chinesen

Die letzten Wochen waren sehr bayrisch und Mark’s Chili war die erste Abwechslung. Während der Auer Dult würde ich immer gerne in den nahegelegenen Orient Markt fahren. Da es dort aber immer in einen Großeinkauf ausartet, wärend der Dult aber wenig Zeit für Experimente ist lasse ich es dann bleiben und sehne mich nach der chinesische Küche. Nach meinem ersten Chinaaufenthalt vor 2 Jahren war mir klar, dass ich jede Küche lebenslänglich gegen die chinesische tauschen würde. Und ich habe mich jahrelang gefragt, weshalb sich die chinesische Küche in deutschen China Restaurants so stark von der autentischen unterscheidet. Ausser in London‘s Chinatown und in Jin‘s Restaurant in München habe ich immer nur kleingeschnittene Zutaten mit diversen Saucen vermengt und Berge von Reis serviert bekommen. Ein Grund wird sicher sein, dass hier Spezialitäten wie gekochte Hühnerfüße, Entenzungen und Fischköpfe in der Suppe Ekel hervorrufen. Auch die Morgensuppe wie Congee oder Dim Sum in der früh wird sich hier nicht durchsetzet. Tim Raues Idee zur angepassten, deutsche-chinesischen Küche in einem Interview im Süddeutschen Magazin: die ersten Chinesen, die hier ankamen waren einfach keine besonders guten Köche. Aber schon immer gut im Kopieren beobachteten sie, was die Deutschen traditionell gerne essen. Eintopf und Gulasch waren dann das Vorblid. Ich kann gut verstehen, dass der Künstler ai weiwei mit eigenen Koch reist, um sich und sein Team zu verpflegen. Im SZ-Magazin gab er ein Interview, in dem er sagte: Deutsche lieben Fleisch, Chinesen lieben Haut und Knorpel. Und davon sind wir hier nicht soweit entfernt in der bayerischen Küche mit ihren gesottenen Kälberfüßen (die unser chinesischer Freund und Koch Hao Jin gerne isst), Innereien, Schwarten, Schweinebauch und Blutwürsten. Und so bin ich mir sicher, dass Jin das Blutwurstgröstl schmecken würde.

Morgensuppe
Morgensuppe
Blutwurstgröstel
Blutwurstgröstel

Chinesische Küche im Haus der Kunst—aiweiwei Blog
Gedämpfter Hongkong-Gai-Lan von Tim Raue—SZ
„Für Pekingente habe ich eineinhalb Jahre gebraucht“—SZ

Rezept

Rezept für zwei Personen

Blutwurstgröstl

 
  • Blutwurst und auch Leberwurst, falls noch vorhanden
  • 2 große, festkochende Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • Bratenreste
  • Sauerkraut
  • 1 TL Öl
  • 1 EL Butter
  1. Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden
  2. Öl und Butter in einer Pfanne auf Stufe 2 erhitzen, die Kartoffelscheiben roh hineingeben und fertig braten
  3. Zwiebeln schneiden, die Würste aus den Därmen schälen und in Scheiben schneiden. Das übrige Fleisch in Stücke schneiden
  4. Zu den fast fertigen Kartoffeln die Zwiebeln geben und anschwitzen, dann Fleisch und Würste mitbraten
  5. Wenn alles fertig angebraten ist dasausgedrückte Sauerkraut vorsichtig untermischen bis es warm ist
  6. Dazu passt gut grüner Salat und natürlich Bier.

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