Blogevent August – Apicius

Foro Trajano
Foro Trajano

Denn Dank Apicius musste Trajan auf Feldzügen nicht auf auf seine Lieblingsspeise verzichten:
Apicius hatte eine Methode zur Konservieren von Austern erfunden.

Ob sich das Kochbuch „De re coquinaria“ – „Über die Kochkunst“ von Marcus Gavius Apicius tatsächlich heute noch zum Kochen eignet?
Das gilt es herauszufinden bei diesem Blogevent.

Denn ohne das römische Kochbuch des Apicius müsste die Eventreihe ohne das älterste erhaltene römische Kochbuch auskommen.
Ob daran im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Autoren noch etwas zugefügt haben oder es sich um eine sehr alte Rezeptesammlung handelt, die Entstehung ist nicht vollständig geklärt.
Erhalten ist nur eine karolingische Handschriften aus dem 9. Jahrhundert.
Marcus Gavius Apicius lebe ca. 25 v. Chr. – 42 n. Chr. unter Kaiser Tiberius.
Plinius der Ältere beschreibt ihn als Luxusmenschen und Prasser, der auf die Idee kam, Schweine mit Feigen zu mästen, um den Geschmack ihrer Leber zu verfeinern. Das Wort Fegato soll daher von ficus abstammen.
Auch aß Apicius mit Vorliebe Flamingozungen und Athenaios berichtet im Gelehrtengastmahl, dass Apiciusan an der Küste in Minturno (Latinum) lebte.
Diese Küste war berühmt für seine großartigen Krebse. Als Apicius hörte, dass in Afrika noch größere und bessere Exemplare zu haben wären, machte er sich auf die beschwerliche Reise übers Meer.
Dort angekommen brachten die Fischer ihre schönsten Exemplare zu Apicius’ Schiff, worauf Apicius fragte, ob es nicht noch größere gäbe.
Das wurde verneint und Apicius machte kehrt ohne einen Fuß auf’s Land gesetzt zu haben.
Nach Seneca beging er Selbstmord, Gift war die Wahl, obwohl nicht pleite wären ihm für den Rest des Lebens „nur“ noch 10 Millionen Sesterzen geblieben, nachdem er 100 Millionen für Küche und Keller verschwendet hatte.
Für 1 Sesterze war damals eine einfache Malzeit und ein 1/2 Liter Wein erhältlich, ein Legionär verdiente 2 1/2 Sesterzen.

Zum Kochbuch ist zu sagen, dass die Rezepte bei weitem nicht so exzentrisch sind wie ihr Verfasser.
Es finden sich auch keine konkreten Mengenangaben, sondern nur einfache Anleitungen. Die Universalwürze der Zeit bestand aus Garum, oder auch Liquamen genannt, die heute einfach durch asiatische Fischsoße ersetzt werden kann.
Einige Gewürze sind auch einfach nicht aufzutreiben, daher muss hier frei interpretiert oder weggelassen werden.

Hier sind Rezepte des Kochbuches auch auf Deutsch zu lesen, teils mit Kommentaren versehen.
imperiumromanum.com

Mich interessieren besonders die Frikadellen vom Tintenfisch.

 

 


Jeder kann mitmachen

Mit Blog oder Facebook-Seite, ohne Blog oder Facebook: Rezept mit einem Foto bitte per E-Mail einfach an mich schicken.

Während der Dauer des Events soll ein Rezept aus dem Kochbuch des jeweiligen Koch’s zubereitet werden, das fotografiert auf dem eigenem Blog oder Facebookseite veröffentlicht wird.
Bitte nur neue Rezepte und keine aus dem Archiv verwenden.

Banner auf dem eigenem Blog einbinden, Link zum Event-Aufruf setzen und den Link auch bitte an mich senden.

Zum Ende schreibe ich eine Zusammenfassung aller Beiträge und veröffentliche alle in einem Eintag auf meinem Blog.
Für die Zusammenfassung werden die zugehörigen Bilder mit Verweis auf das Copyright verwendet, hiermit ist der Einreichende einverstanden.

Einsendeschluß für das Apicius-Event ist der 31.08.2015 bis Mitternacht, die Zusammenfassung erscheint am 01.09.2015.
Am 02.09.2015 kommt der Aufruf zum nächsten Blogevent mit neuem Koch(buch).

Ich würde mich über Euere Teilname sehr freuen und bin gespannt!

 

 


Anzeigenauswahl

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