Karpfensaison

Die Wach- und Jagdhunde
Die Wach- und Jagdhunde, Mutter und Tochter

Karpfen ist für mich der perfekte Fisch, nicht nur an Weihnachten.
Die Saison beginnt auch schon September und endet im April, bleibt also sehr viel mehr Zeit um Karpfen zu essen.

Was Weihnachten betrifft erinnere mich an tschechische Kinderfilme, wo der Karpfen zur Freude der Familie in der Badewanne schwimmt, bis er an Heiligabend blau in den Topf kommt.
Bis heute ist der Fisch in Osteuropa und auch im weit entfernten Asien sehr beliebt, nur hier hat es nach meinem Empfinden nach ewig gedauert, bis der Karpfen wieder Liebhaber fand.
Und zum Glück werden es immer mehr.

Zur Eröffnung der Karpfensaison werden kleine Feste gegeben, Direktvermarkter und Züchter bieten Karpfen auf Bauernmärkten und in ihren Läden an, was der Popularität enorm zuträglich ist.
Und so geraten die Karpfen mit bemoosten Buckel endlich in Vergessenheit (es gab sie ja tatsächlich und ja, sie mooselten auch).
Der „moderne“ Karpfen stammt aus der Zucht, lebt bis zur Schlachtung und somit bis zum unmittelbaren Verbrauch, in großzügig angelegten Teichen mit so frischem Wasser, wie es der Fisch verträgt.
Ich habe letzte Woche die Karpfenzucht Vollmann-Schipper besucht und dort neue Einblicke gewonnen.
Für mich als Städterin sind solche Ausflüge immer interessant, es gab Fischteiche zu sehen, bewirtet von der naturverbundenen Fischwirtin Isabelle Vollmann-Schipper und ihrer Familie.
In dritter Generation werden Besatz-, Zier und Speisefische gezüchtet, Fische geräuchert und es gibt ein Ferienhaus zu mieten.

Langsam verschwinden auch Vorurteile, wie etwa, dass Karpfen mooseln.
Es gab auch ein weiteres Problem zu eliminieren: die Gräten.
Wenn auch vom Filet die großen Gräten flach herausgeschnitten werden können, es verbleiben die kleinen Gräten im Fleisch.
Hier kommt der Grätenschneider zu Einsatz.
Das Fischfilet wird geschuppt mit Haut durch das Gerät gelassen,
das Fleisch dort in Lamellen geschnitten, was durch die Haut zusammenhält. Ohne Haut würde das Filet in Streifen zerfallen.
Was für Farcen, auch von anderen Weißfischen, interessant sein könnte.

Zurück zum Karpfen: Rezepte existieren es viele, das Fischfleisch ist einerseits zart, zum anderem verträgt es intensive Geschmäcker.
Ich habe auch schon viele ausprobiert, wie in Bierteig gebacken oder polnisch in Biersoße.

Die Lamellen erinnerten mich aber an Rochenflügel und den dazugehörigen Klassiker: Kapernbutter.
Davon dann morgen und vor Weihnachten noch mehr, ich habe ja nicht nur ein Filet mitgenommen.

Hier sind Direktvermarkter in Bayern zu finden, und nicht nur Fisch:
regionales-bayern.de

die Teichlandschaft mit Seerosen
die Teichlandschaft mit Seerosen

das Häuschen kann gemietet weden
das Häuschen kann gemietet weden

wo unten die Fischer arbeiten
wo unten die Fischer arbeiten

wie hier Forellen rausholen
wie hier Forellen rausholen

herbstliche Farben
herbstliche Farben

und Schilf am Ufer
und Schilf am Ufer

mit Karpfen und Forellen bestückt
mit Karpfen und Forellen bestückt

Filet in den Grätenschneider legen
Filet in den Grätenschneider legen

und alle Gräten sind zerschnitten
und alle Gräten sind zerschnitten

alles wieder sauber
alles wieder sauber

2 Kommentare

  • FB
    1 Jahr ago

    Das was auf dem einem Bild rausgeholt wird sind Hechte und keine Forellen.

    • Petra
      1 Jahr ago

      Das wäre äusserst kontraproduktiv, Hechte im Forellenteich. Hier werden nur Forellen und Karpfen gezüchtet. Gruß Petra

Kommentar verfassen

ähnliche Einträge

%d Bloggern gefällt das: