Hahnenkämme gebacken

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Mit Kartoffel-Endiviensalat


Was ich bisher verschwiegen habe ist, dass die Hahnenkämme beim Kochen nicht gerade angenehm riechen.
Keine Ahnung woran es liegt, ich habe sie frisch verarbeitet und es gibt keine Erfahrungsberichte nachzulesen.
Aber es gibt ja einiges, das in der Vorbereitung unansehnlich ist oder eben nicht gut riecht: Schweinepfoten, Kutteln, Euter, Nierchen und einiges mehr sind so gesehen oft nicht einladend. Was mich nicht stört, mich interessiert das Ergebnis.
Wässer, Brühen, Kochen, Abgießen, Häute und Blut entfernen sind die ersten Schritte zu großartigen Gerichten.
Dann ist auch alles vergessen.

Und so war es auch heute.
Die aufgetauten Hahnenkämme rochen frisch, auch beim Braten erinnerte nichts mehr an die vorangegangenen Schritte.

Es liegen noch einige Hahnenkämme im Eisfach und so habe ich mich mit dem ersten Versuch an Otto Koch gehalten, paniert und gebacken.

Technisch gesehen ist es nicht leicht, die Hahnenkämme zu panieren.
Die Brösel haften schlecht, wohl weil die Oberfläche glitschig ist.
So muss man beim Braten darauf achten, dass sich die Panade nicht vom Kamm löst und in der Pfanne liegen bleibt. Also mit einem flexiblen Wender schnell umdrehen.
Vielleicht hilft hier Mehl, muss ich beim nächsten Mal ausprobieren.
Meine Semmelbrösel waren selbst gerieben, weshalb sie auch nicht so gleichmäßig sind.
Was ich persönlich aber mag.

Das Resultat war sehr gut, die Kämme haben zwar wenig Eigengeschmack, aber wer die Konsistenz von Kälberfüssen und Schweinepfoten mag wird es lieben.
Deshalb gut salzen und Zitronensaft schmeckt dazu, wie bei jeder Bröselpanade.
Leider habe ich die Remoulade vergessen, aber wie bei Otto Koch gab es Kartoffelsalat dazu, bei mir mit Endivienstreifen.

Den großen Kamm habe ich gebraten geteilt und mit einem Endivien-Rahmgemüse serviert.

 

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In Ei


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und Brösel wenden

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und goldbraun backen


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Von innen


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Der große Kamm mit Endiviengemüse

keine Mengenangabe

Hahnenkämme gebacken

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  • Montici

    Mein Tipp: Nicht minutenlang blanchieren, wie von Otto Koch empfohlen, sondern nur kurz überbrühen, dann die Haut abziehen und ausgiebig wässern, bis das Fleisch weiß wird. Dann weiter nach Rezept.

    • Petra

      Mache ich! Liebe Grüße Petra

  • Petra

    Briochebroesel klingt sehr gut, und ein mutiger Enkel…. Ich habe auch das meiste alleine gegessen, wobei meine Mutter es interessant fand. Den Rest habe ich eingefrohen, was machen sie damit? Ich habe von Risotto gelesen und will demnächst wieder 3 auftauen. Wenn Sie in der Gegend sind schauen Sie doch auf einen Kaffee vorbei. Liebe Grüße Petra

  • http://openid.aol.com/muepuchried muepuchried

    Leider war es mir nicht früher möglich einen Kommentar zu Ihrem Gericht zu schreiben. Jetzt nach einer einmonatigen Internetabstinenz (verursacht durch die Telekom) muss ich sagen, sie haben aus den Kämmen etwas Feines und sicherlich Schmackhaftes gemacht. Meine Portion – paniert mit Briochebröseln – habe ich als Vorspeise zu einem Geburtstagsessen serviert. Die anwesenden Frauen haben dankend verzichtet, der Enkel hat probiert und beschlossen das Reststück dem Opa zu überlassen. Sohn und Schwiegersohn haben zwar gegessen, aber der größere Teil der Vorspeise blieb mir. Mehlieren vor dem Eierbad hilft.

    Liebe Grüße.
    Nochmals vielen Dank für den Espresso.

    • Petra

      Briochebroesel klingt sehr gut, und ein mutiger Enkel…. Ich habe auch das meiste alleine gegessen, wobei meine Mutter es interessant fand. Den Rest habe ich eingefroren, was machen sie damit? Ich habe von Risotto gelesen und will demnächst wieder 3 auftauen. Wenn Sie in der Gegend sind schauen Sie doch auf einen Kaffee vorbei, ich würde mich freuen. Liebe Grüße Petra

  • Henning

    Mmmh, ich verfolge diese Hahnenkamm-Geschichte lieber als die aus Kitzbühel. Schon spannend, was man aus “Abfällen” machen kann. Seit ich mal in Hamburg Hühnerfüße genießen durfte, bin ich auf der Suche nach geeigneten Lieferanten. Aber bisher bin ich leider nicht fündig geworden. So bleibt mir vorerst mal nur mit triefenden Lefzen vor deinem Blog zu sitzen …

    • Petra

      “Abfälle” sind ja immer interessant… Hühnerfüße sind super, kannst Du auch für eine Hühnerbrühe mitkochen und nachher ablutschen. Gibt es oft im Asia-Supermarkt gefroren. LG Petra

  • Suse

    uiuiui, das ist schon sehr speziell.
    Mit der Panade siehts ja noch ganz nett aus, aber das Innere… da muss ich mich ausklinken :o)

    • Petra

      Die Form ist auch hübsch, aber man muss die Konsistenz eben mögen. LG Petra

  • Heiner

    Super Rezept, gefällt mir! Leider ist es sehr schwierig Hahnenkämme zu bekommen. So wird es beim Anschauen deiner Bilder bleiben.
    VG Heiner

    • Petra

      Ich hätte auch keine aufgetrieben, wäre mein Leser nicht so nett gewesen sie mit zu bestellen. LG Petra

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