Hühnerbrühe aus Hühnerkrägen

Die Hühnerhälse
Die Hühnerhälse

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten Hühnerbrühe zu kochen.
Der Geschmack entwickelt sich je nachdem welche Teile vom Huhn verwendet werden, es besteht ein Unterschied von Suppenhuhn zum „normalen“ Huhn, von welchem immer das Hühnerklein stammt.
Hühnerklein und Krägen sind die Reste der einzeln zum Verkauf angebotenen Brüste, Schenkel und Flügel.
Krägen und Klein koche ich gerne miteinander, oder auch nur die Krägen, die eine besonders feine Suppe ergeben.
Höchstens eine Stunde simmern lassen, mit etwas Suppengrün, entsteht eine leichte Brühe, ich verwende sie gerne für asiatische Suppen, wobei ich oft Ingwer, Zitronengras und die restlichen Gewürze erst in der fertigen Brühe koche.
Denn nach einer Stunde wird sie unangenehm süßlich und trüb, daher vorher absieben.
In diese Brühe passt auch ein Spritzer Zitrone oder Weißwein, was aber schon zu Beginn dazugegeben werden kann.
Vor allem vom Wein sollte der Alkohol verkochen.

Eine lange Kochzeit schadet dem Suppenhuhn dagegen nicht, es kann stundenlang im Topf bleiben, die Suppe wird immer kräftiger und das Fett muss je nach Geschmack abgenommen werden.
Entweder ebenfalls Suppengemüse in den Topf geben oder nur eine Zwiebel und Salz dazu,
ganz pur wie bei afraevenaar, habe ich bereits ausprobiert und war hervorragend.
Hühnerfüße mitkochen ist immer toll, nur sind sie am schwierigsten aufzutreiben.
In München bekommt man sie auf dem Viktualienmarkt, für die, die gerne Knorpeliges zu abnagen mögen.

 

Das Suppengemüse
Das Suppengemüse
Kalt aufsetzen und zum Köcheln bringen
Kalt aufsetzen und zum Köcheln bringen
Nach 1 Stunde abgießen und klären
Nach 1 Stunde abgießen und klären

Rezept

Rezept für zwei Personen

Hühnerbrühe aus Hühnerkrägen

  • 500 Gramm  Hühnerkrägen
  • Suppengemüse: 1 Stück Lauch, 1 kleines Stück Knollensellerie, 1 Zwiebel, 1 Stange Stangensellerie, 1 Stängel Petersilie, 1 kleine Karotte, 1 kleine Pastinake
  • einige Pfefferkörner
  • Salz
  1. Hühnerkrägen mit dem Suppengemüse  und Pfefferkörnern in kalten Wasser aufsetzen und zum Köcheln bringen
  2. 1 Stunde simmern lassen, zum Ende der Kochzeit hin salzen
  3. Absieben und die Brühe klären

8 Kommentare

  • Andrea
    6 Monaten ago

    Hallo Petra,

    stöbere ja immer mal wieder in Deiner tollen Rezeptesammlung und bin auf die Hühnersuppe gestoßen. Habe jedoch nur Flügel bekommen, Hühnerhälse oder krägen, nehme an das ist das selbe, scheint es ja nie zu geben. Na ja, Zwiebel halbier und angeröstet, dann wie bekannt weiter. Als Einlage gab es das frische Suppengemüse und französichen Buchstabennudeln wie zu Kindertagen, 7 Eier auf 1 kg Hartweizengrieß, toll.

    Kaufe immer 2x Suppengemüse, eins zum Mitkochen was dann aus der fertigen Brühe wegkommt und eins was dann schlussendlich in der fertigen Brühe garzieht zum mitesssen. Das Geflügelfleisch wurde sauber abgepuhlt und kam auch mit in die Brühe, für Eierstich machen hatte ich dann keine Zeit mehr.

    • 6 Monaten ago

      Liebe Andrea,
      Flügel sind super, ist die beste Lösung wenn es keine Krägen oder Hühnerklein gibt. Was ja eh immer seltener zu bekommen ist…..
      Meine Mutter liebt die Krägen, die zwar wenig Fleisch, aber irgendwie einen speziellen Geschmack haben. Und wir sind ja alles „Fießler“….. Das Fleisch pule ich auch immer ab, ist auch sehr fein vom Flügel.
      Wir arbeiten ja noch immer an den Fotos, dauert wohl noch ein bisschen. Schönen Abend und Danke Dir für’s treue Beistehen und der Unterstützung hier im ganzem Blog-Technik-Durcheinander.
      Petra

  • Katrin Streicher
    4 Jahren ago

    Als bei meinen Großeltern noch selber geschlachtet wurde, gab es auch immer Hühnerkrägen. Meine Mama hat die beim Brathuhn mitgebraten und dann abgeknabbert. 

    • Petra
      4 Jahren ago

      Mögen wir auch gerne, Krägen, Flügel, Pürzel…Liebe Grüße
      Petra

  • Thea27
    4 Jahren ago

    Würde ich hier in Berlin nach Hühnerkrägen fragen, egal ob auf dem Markt oder im Bioladen, würde ich Blicke ernten, als hätte ich, ohne rot zu werden, nach „Verhüterlis“ gefragt. Die Evenaar-Brühe ist mittlerweile mein Standard geworden, super! Und ab und zu schmuggle ich Hühnerfüße ‚rein, die ich – natürlich nicht Bio – tiefgefroren nur im Asia-Supermarkt bekommen kann. Ihr von mir hochgeschätzter Blog entspricht in allem meinem vor vielen Jahren nach Berlin verschlagenen süddeutschen Gusto. Trotz Wende hat sich hier das Angebot – vor allem das ländliche – leider nicht sonderlich gebessert.
    Übrigens: Die Freunde, die in Venedig waren, waren auch dort leicht frustriert. Sie reisen seit über 20 Jahren regelmäßig dorthin, sprechen fließend Italienisch, kennen sich gourmettechnisch sehr gut aus, bekamen aber in den kleinen einschlägigen Geschäften auf die Frage, ob es etwas Spezielles zum Mitbringen gebe, immer die Auskunft: Hier gibt es fast nur noch Angebote für Touristen. Trotzdem fanden sie in einem kleinen Laden „Bigoli“, die sie mir mitgebracht haben. Ich sage nur: Globalisierung.

    • Petra
      4 Jahren ago

      Ja, die Evenaar-Brühe ist super. Mit den Krägen ist es hier auch nicht einfach, ich kenne eine Händlerin in der Görresstrasse , dort gibt es sie immer.
      Ich war seit einigen Jahren nicht mehr in Venedig, fand das aber auch immer schwierig. „Normale“ Lebensmittelgeschäfte gibt es ja kaum mehr, bei Zattere ist ein Spar und sonst der Markt Richtung Bahnhof, da kaufe ich manchmal Wurst und Käse.
      Gibt es in Berlin keine ländlichen Produzenten die auf Wochenmärkte gehen?
      Liebe Grüße aus München
      Petra

      • Thea27
        4 Jahren ago

        Ländliche Produzenten, ja, aber zu oft konventionell. Und die Bio-Produzenten behalten ihre – wie von mir gewünscht – fetten Suppenhühner lieber selbst oder werden sie im eventuell vorhandenen Hofladen los. Nach der Wende hofften wir West-Berliner alle, dass es wieder mehr Privatbauern und -Züchter gibt, die mit Hirn und Verstand agieren. Nichts dergleichen. Einmal habe ich an einem Geflügelstand auf „meinem“ Wochenmarkt ein Suppenhuhn bestellt und noch betont, was ich erwarte. Vorgefunden habe ich eine trichterbrüstige Bikinischönheit, die 1,2 kg wog. Bei mir fängt ein Suppen aber erst bei Minimum 1,5 an. Und in dem von mir präferierten Bio-Supermarkt ist es mehr als eine Lotterie, wenn dann ‚mal ein einsames echtes Suppenhuhn (inklusive Innereien) in der Kühlung liegt.
        Und für die Bigoli suche ich noch Rezepte. Irgendwie habe ich Probleme damit, obwohl beim Essen eher nicht mäeklig, Sardinen in der Pasta zu verwenden. Schönen Sonntag noch!

        • Petra
          4 Jahren ago

          Das mit dem Geflügel ist Hier aber auch nicht so einfach. Auf den Bauernmärkten gibt es immer nur Schenkel und Brüste. Es gab mal eine Händlerin, die hatte dann die übrig gebliebenen Gerippe, was auch sehr gut war, aber ist eben kein Suppenhuhn…..
          Im echten Suppenhuhn sollte sich auch das gelbe Fett im Bauch befinden und auch bei mir beginnt das Gewicht ab 1,5 kg.

          Was ist den mit den Bigoli geworden?
          Liebe Grüße
          Petra

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