JRE Bloggerreise – Drei Tage auf Tour durch Westdeutschland

Über die Einladung zur Pressereise der Jeunes Restaurateurs war ich hoch erfreut.
Drei mit tollen Programm vollgepackte Tage unterwegs mit den JRE,
so die Abkürzung für die „Jeunes Restaurateurs“, standen an.
Und gut war, dass ich die Einladung irgendwie nicht genau gelesen habe, denn:
es sollte mit dem Auto gefahren werden.
Sonst hätte ich vielleicht abgesagt. Aber zum Thema Auto später mehr.

Mit der Bahn in Köln angekommen fuhr ich direkt ins Schokoladenmuseum,
wo die Vorbereitungen für den Patisserie Wettbewerb schon auf Hochtouren liefen.
Der JRE Partner Original Beans informierte dort über Fairtraide Schokolade.
Und warum Original Beans die Auflagen von Fairtrade nicht streng genug sind.
Für die vorbildlich hergestellte Schokolade werden human arbeitende Partner im Schokoladenanbau verpflichtet.

Ich konnte einige Desserts noch fotografieren als sie das offizielle Fotoset verließen,
gleichzeitig standen die Teller auch bei der Jury auf dem Tisch.
Der Anspruch war sehr hoch, die Leistungen ebenfalls.
Das Team Birgit Stefanie Wieland mit ihrem Auszubildenden Alexander Gasslbauer
aus dem Storstad in Regensburg waren die Gewinner des Wettbewerbes.

Der Preisverleihung folgte ein Flying Buffett mit feinen Vorspeisen, danach konnten an
drei Posten verschiedene Gänge geholt werden: den Markknochen mit tollem Belag von Maximilian Lorenz.

Fisch würzig der Fisch mit Gurke-Buttermilch von Iris Bettinger, die mir extra noch eine Portion machte, nachdem eigentlich schon alles weg war und eingepackt wurde.

Dazu noch Champagner von Pommery und Weine von Stahl und Künstler.
Der perfekte Ausklang für den Abend.

Am nächsten Tag ging es früh weiter und auf mich wartete ein Auto, nicht gerade das,
auf was ich gewartet habe.
Es war aber Teil der Reise, einen Wagen von DS Automobiles von Köln bis zur letzten Station
nach Frankfurt zu fahren.
Einladung nicht richtig gelesen (oder wesentliche Teile verdrängt), dass wir Auto fahren
sollten erfuhr ich erst in Köln.
Ich fahre zwar täglich in der Stadt und das ausgesprochen gerne.
Aber über 80 kmh bekomme ich irgendwie einen Rappel, habe Angst auf der Autobahn
und ohne Navigation kann ich auf Autobahnen oder Landstrassen nicht fahren.
Weshalb ich den flotten großen Wagen bekommen habe für meine Fahrt nach
Burg Flamersheim, der ersten Etappe.

Also mutig ca. 80 km auf Autobahn und Landstrasse, für mich völlig ungewohnt,
habe ich aber locker mit dem tollen Wagen geschafft. Ein ruhiges Auto, mit entspanntem Fahrgefühl, auf den ersten Blick nicht schnittig oder schnell, aber beim Fahren kommt Fahrspass auf, was bei mir was heißen will.
Die gesamte Strecke mit insgesamt ca. 500 Kilometern war mir dann aber doch zu viel und ich konnte den Wagen ins Euskirchen abgeben.
Und durfte weiterfahren auf dem Beifahrersitz von Jens.

Und auch das kleine Modell der DS Automobiles fand ich extrem angenehm.
Im Moment fahre ich noch die alte Tochterfirma Citroen,
mein Kastenwagen macht es hoffentlich noch ein paar Jahre.
Aber der DS steht als Stadtauto für mich jetzt ganz oben in der Zukunft des Autokaufs.

Wagen also geparkt und über das Schloßgelände zu Oliver Röder’s Kochschule Landlust auf
Burg Flamersheim.

Nach der Begrüßung und einem Gläschen Wein waren wir bei der Zusammenstellung der Gerichte in der Kochschule dabei, der Hauptanteil war natürlich schon vorbereitet.
Die Vorspeise im Töpfchen bestand aus Fenchel in Fenchelsaft sous-vide gegart, Tomaten und einem fein-fruchtigen Olivenöl. Alles sommerlich und mit frischer Säure.

Feinstes Lamm für „Lammour“ kam von Lapinchen. Züchter Hans-Jürgen Lammers war auch persönlich vorbeigekommen und erzählte uns eine Menge interessantes von seiner
aufwendigen Schafzucht.
Die gezupfte Lammhaxe im Porzellanei mit Selleriepüree und confiertem Eigelb kam hübsch auf Heu angerichtet, alles schmeckte wunderbar zart und cremig.

Spektakulär ebenfalls der Signature Dish „Herrengedeck“: eine Zigarre aus in Filoteig gerollten Ochsenschwanzragout, Asche aus Sellerie und Apfel – und Ochsenschwanzsuppe serviert im Cognacschwenker. Sogar mit Banderole, kräftig und würzig, wie auch eine gute Zigarre sein soll.
Wie auch das zweiteilige Dessert, Küstennebel und Himbeerlandschaft mit Baiser.
Schön war’s bei den Röders, die auf Flamersheim neben ihrem mit einem Michelin Stern ausgezeichneten Restaurant „Bembergs Häuschen“ die Kochschule führen und auch wunderbare Hotelzimmer anbieten.
Für Feiern, Hochzeiten oder Tagungen ist hier ebenfalls viel Platz, auch Catering ist
im großem Stil möglich.

Zum Abschied gab es noch ein paar Pakete von Staub, ich freue mich sehr, dass mein
etwas kleinerer, schwarzer Gußeisenbräter nun bunte, emaillierte Gesellschaft bekommen hat.

Die nächste Etappe war die Schnapsbrennerei Vallendar.
Inzwischen zur Beifahrerin geworden stand der Schnapsprobe nichts mehr im Wege.
Erst wurde aber nur geschnuppert und so Aromen zugeordnet.
Nach zwei Runden nur Geruch konnte ich mir auch erlauben, etwas zu probieren:
gerne immer Haselnussgeist, Gin, Waldhimbeergeist und Quitte. Und hier auch einen Spargelgeist.
1987 eröffnete Hubertus Vallendar mit 24 Jahren seine erste eigene Brennerei in Pommern
an der Mosel.
Mittlerweile ist er längst an der Weltspitze der Destillateure angekommen.
Ein Gourmet Spray bekamen wir noch mit, mal sehen, was ich demnächst damit einsprühe.
Aber morgen noch ein weiterer Teil der Reise mit den JRE.

Mit dabei waren noch folgende Bloggerkollegen:

Kaptain Kenny Travel, Nyonya cooking, Kochhelden.tv, Caro kocht, Schüsselglück und Des belles choses.

Ich danke dem JRE Genussnetz für die Einladung zu dieser toll organisierten Reise.

 

 

 

 

 

 

 

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