Kaspressknödel von Cornelia Cornelia Schinharl mit Schweizer Käse

Schweizer Käse steht für mich für etwas Traditionelles.
In meiner Kindheit lebte eine Freundin der Familie in Yverdon, wenn wir sie dort besuchen kamen ging es ins Fondue-Restaurant.
Leider lebt unsere Freundin nicht mehr, aber ich denke immer zurück an die rustikale Wirtschaft, die Erwachsenen mit dem Kirschschnaps und den verlorenen Brotstücken im Fondue.
Jeder Brostück-Verlierer musste einen Kirschschnaps ausgeben und am Ende waren alle natürlich nicht nüchtern. Aber auch für mich als Kind waren es nette Abende, die Leute waren alle gut gelaunt und die Wirtschaft gemütlich. Ist etwas her, ich weiß nicht, wie es heute da ist.
Und auch die Milch in der Schweiz war sehr besonders und rahmig, ich habe erst neulich wieder eine solche Milch bekommen. Roh von einem Bauern abgefüllt, so wie sie nicht in Umlauf gebracht werden darf.
Da wusste ich, warum ich mir sonst keine Milch kaufe, die frische Milch vom Bauern dagegen hätte ich literweise trinken können.

Die Schweizer sind große Käseproduzenten, 2015 stellten die ca. 600 schweizer Dorfkäsereien und 1428 Alpkäsereien 188806 Tonnen Käse her.
Nur 40 % davon gehen in den Export (vom schweizer Wein noch wesentlich! weniger)
Die Auflagen der verschiedenen Siegel sind hoch, die Kühe der meist kleinen Produzenten glücklich und soweit als möglich immer auf der Weide.

Der Schweizer Käseexperte und Koch Andi Handke betreute neulich eine Käsevorstellung
hier in München.
Schweizer Käse, was soll ich da schreiben, war meine Überlegung?
Wie stellt man eine Käseplatte zusammen?
Weiß ich schon, ist aber immer auch Geschmacksache und ist das interessant für den Leser?
Was ich immer bei jeder Produktvorstellung bedenke: was ist über das Bekannte darüber hinaus spannend..

Über Siegel und Käseproduktion kann man sich informieren.
Das Probieren der verschiedenen Sorten ist das schöne, und an Käsesorten hatten wir jede Menge:

Appenzeller
Schweizer Emmentaler AOP
Le Gruyère AOP
Tête de Moine AOP
Sbrinz AOP
Schweizer Raclette
Swizzrocker

Das sind natürlich längst nicht alle, aber alle von feinster Qualität.
Besonders interessant war der Frischkäse, der sich mit seinem Schimmelpilz von weiß bis schwarz veränderte und am Ende einem schwarzen Gehirn ähnlich sah.
Schmeckte von weiss bis schwarz in allen Stadien super.

Andi Handke servierte ein feines Risotto, natürlich mit viel Käse.
Darauf lagen aber gebratene Birnenspalten, fein-rustikale Kombination und einfach zu machen.

Beim Raclette mit Kartoffeln herrschte immer Andrang, auch so eine Sache wie das Fondue: keiner macht es daheim. Wie auch: über eine Raclette-Grill verfügt hier kaum einer.
Das Schaben des heißen, blasenwerfenden Käses‘ auf die Kartoffel kann keine Pfännchenversion auf dem Tisch bieten.

Beim Fondue ist es auch nicht viel anders: verfügt man über ein Käesfondue-Set aus Keramik ist es meist zu groß für 2 Personen. Es funktioniert von der Menge her eigentlich nur für 4 – 6 Personen.
Erst dachte ich, dass ein Schokofondue die Lösung wäre, aber die Farben (Brauntöne) sind nicht appetitlich zum Käse.
Neulich habe ich beim Niedereuter ein Käsefondue-Set im Schweiz-Look für 2 Personen gesehen, genauso groß wie ein Schokofondue-Set. Problem erkannt, so kann das Käsefondue auch öfter genossen werden.
In diesem Sinne: Schweizer-Käsemischung beim Käsehändler des Vertrauens bestellen und ab 2 Personen kann geschmolzen werden.

Zu den Kaspressknödeln: ich hatte noch einiges an Käse mitbekommen, der verarbeitet werden musste.
Das Rezept ist von Cornelia Schinharl aus ihrem Buch Alpenküche vegetarisch.

War mein erster Kaspressknödeln, auf Salat, nicht wie im Buch in der Suppe.
Die mit getrockneten Steinpilzen und Heu gekocht wird, was super klingt. Mach ich demnächst.

 

Kaspressknödel von Cornelia Schinharl mit Schweizer Käse

Für die Knödel die Semmeln oder das Brot in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel legen.
Die Milch lauwarm erhitzen und darüber gießen.
Die Semmeln etwa 30 Minuten einweichen.
Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden.
In einer Pfanne einen EL Butter erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten vom Herd nehmen.
Den Käse gegebenenfalls in kleine Würfel schneiden. Die Kräuter waschen und trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und fein schneiden.
Die Zwiebel, den Käse, die Kräuter und die Eier zu den eingeweichten Semmeln geben. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und so lange kräftig durchkneten, bis man einen gebundenen Teig erhält. Aus dem Teig acht Knödel formen und diese flach drücken. Das Öl und die restliche Butter in der Pfanne erhitzen. Die Kaspressknödel darin bei mittlerer Hitze auf jeder Seite etwa 5 Minuten goldbraun braten.

Inzwischen den Salat anmachen, Kaspressknödel auf Salat servieren.

  • 200 Gramm altbackene Semmeln oder altbackenes Mischbrot
  • 200 ml Milch
  • 1 Zwiebel
  • 20 Gramm Butter
  • 200 Gramm schweizer Käse
  • 1 Bund Wilde- oder Gartenkräuter
  • 1 Eier
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 2 EL Öl

Rezept

2 Kommentare

  • Scholz
    6 Monaten ago

    Schmeckt mir am liebsten in der Suppe. Beim Käse muß ich aufpassen dass er nicht zu bitter ist. Habe ihn deswegen schon mal mit Schmelzkäse verlängert. Ein Hauch gemahlene Kümmel passt auch gut !!!

    • 6 Monaten ago

      Das mit der Suppe mache ich demnächst unbedingt! Danke auch für den Tip. Liebe Grüße Petra

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