Knuspriger Kapaun und Dulce de Leche

Weihnachtsbraten
Es ist immer spektakulär, wenn Geflügel von Miral geliefert wir. Wie auch die Hühner aus der Bresse kommt der Kapaun teils noch mit Federn, Kopf, Füßen und nicht ausgenommen an, was das Geflügel frisch hält. Schneidet man den Kapaun auf muss man ihm erst einige 100 Gramm Fett entnehmen.
Das wird ausgelassen und zum Braten verwendet.
Dann kommen die Innereien heraus, die ich, abgesehen vom Magen, nicht in die Soße gebe, sondern während des Kochens in der Küche kurz brate und esse. Den Magen gare ich in der Reine etwa eine Stunde mit, ich habe ihn mit Corinna geteilt, der er auch sehr gut geschmeckt hat.
Es war der zweite Kapaun, den es bei uns zu Weihnachten gab.
Den ersten hatten wir vor einigen Jahren in Milch gekocht, nach einem Rezept, das von Miral in einem Heftchen mitgeliefert wurde.
Gebraten haben wir ihn gestern wie jedes andere Geflügel auch, gefüllt mit einer Zwiebel-Apfelmischung, Thymian und Petersilie. Nach 2 1/2 Stunden war er fertig und sehr knusprig.
Dazu machte Bodo karamellisierte Pastinaken und Butternußkürbis.
Und die klassische, englische Brotsoße: eine alte Semmel wird grob gerieben mit einer Nelke, Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt und Muskat in Milch gekocht. Schmeckt auch besonders gut zu Wildgeflügel.
Zur Vorspeise, der Zucchinisuppe gibt es demnächst extra das Rezept, das Besondere an ihr war der uralte Peccorino, den Stoika im Haus hatte und der eigentlich zu schade zum Kochen war.
Aber ein kleines Stück reichte aus, um der Suppe einen würzigen Geschmack zu geben ohne nach Käse zu schmecken.
Nach dem Essen gab es Geschenke, eigentlich war es so, dass nur Bodo für jeden von uns etwas dabei hatte.
Hagen bekam ein Stylophon, das aussah wie aus den 70.gern, an das aber der iPod angeschlossen werden kann und, ich weiß nicht wie, wird dann zur Musik gespielt.
Ich bekam japanische Geschirrtücher, einen Friedhofsführer aus Buenos Aires, Tee, Wurst und andere Lebensmittel, darunter Dulce de Leche.
Einen großen Topf Dulce de Leche in einer Pappschachtel, ohne Glas oder Plastik im inneren, bekam auch Stoika und wir haben ihn zu ihrem Apfelkuchen geöffnet.
Eine tolle, zähe lateinamerikanische Karamellcreme, hergestellt aus Milch, Zucker und Vanille.
In Lateinamerika wird sie traditionell als Brotaufstrich gegessen oder zur Herstellung von Torten und Süßspeisen verwendet.
Mir ging sie heute den ganzen Tag nicht aus dem Kopf, denn leider liegt meine Dulce de Leche im Auto, das noch bei Stoika vor dem Haus steht.
Aber morgen habe ich Auto und damit auch meine Karamellcreme wieder und wir werden sehen, was ich daraus mache.

Knuspriger Kapaun frisch aus dem Ofen

Der Kapaun musste stellenweise noch gerupft und ausgenommen werden
![]() und kam mit einer Füllung von Äpfeln, Zwiebeln, Kräutern |
![]() und Röstgemüse ins Rohr |

Kürbis und Pastinaken
![]() Zerkleinerte, alte Brezen |
![]() mit Milch, Eiern, Zwiebeln und Petersilie |

Kapaun, Brezenknödel und karamellisiertes Gemüse
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![]() mit Puderzucker |
![]() und Dulce de Leche |

Tolle Kombination

Nach dem Essen gab es Geschenke: japanische Geschirrtücher
![]() Lebensmittel |
![]() und einen Friedhofsführer aus Buenos Aires |

Hagen's Stylophone

Ich bin Petra Hammerstein, zwischen den Mahlzeiten führe ich unseren Familienbetrieb, das Antiquariat Hans Hammerstein in der Münchener Türkenstrasse. Mein Interesse gilt dem Essen und vom Mut anderer möchte ich erfahren.














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