Ochsenschwanzragout in Rotweinsoße

Seit Wochen geht mir der Ochsenschwanz unseres Tischnachbarn in der „Gaststätte Großmarkthalle“ nicht mehr aus dem Kopf. Beim Lesen der Speisekarte in der Gaststätte Großmarkthalle fällt die Entscheidung schwer, denn die Gastwirte Wallner produzieren hervorragende Würste. So haben wir Weißwürste und Briesmilzwurst gesotten mit Kartoffel- Gurkensalat bestellt.
Wir waren glücklich mit unserer Wahl, das änderte sich auch nicht, als die riesige Portion Ochsenschwanz mit Semmelknödel bei unserem Nachbarn auf dem Tisch standen. Vielmehr dachte ich, wie immer, dass es schade ist, nicht alles essen zu können.
Ein Stück Ochsenschwanz ging zurück, nicht weil es nicht geschmeckt hätte, es war einfach zuviel. In meiner Phantasie frage ich dann immer nach, ob nicht wir aufessen könnten und gelegentlich fürchte ich, damit herauszuplatzen. Ich schaue dann den unberührten Resten sehnsüchtig auf dem Weg zurück in die Küche hinterher.
Leider stand das Gericht seither nirgendwo mehr auf der Speisekarte und so habe ich den Ochsenschwanz bestellt und selbst gekocht.

Rezept

Rezept für zwei Personen

Ochsenschwanzragout in Rotweinsoße

  • 5-6 dicke Ochsenschwanzstücke
  • Röstgemüse, gestehend aus
  • 1 Tomate
  • 1/2 Stange Lauch
  • 1 Stange Stangensellertie
  • 1 Stück Sellerie
  • 1 kleine Pastinake
  • 1 Zwiebel
  • einige Stängel Petersilie
  • 1 Karotte
  • Pfefferkörner
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 getrocknete Tomaten
  • 1/2 Flasche Rotwein
  • 1 l Knochenbrühe
  • 30 Gramm kalte Butter
  • Ölivenöl
  • Mehl
  • Salz
Das Fett nur grob vom Ochsenschwanz abschneiden, die Haut aber nicht entfernen. Das Röstgemüse bis auf die getrockneten Tomaten kleinschneiden, das Ölivenöl in einem Schmortopf erhitzen. Ochsenschwanzteile salzen, pfeffern und mit Mehl besteuben. Im Schmortopf von allen Seiten im Ölivenöl anbraten und die Teile wieder herausnehmen. Röstgemüse, getrocknete Tomaten und Gewürze anschwitzen, den Ochsenschwanz wieder dazulegen und mit Rotwein aufgießen. Einkochen lassen, dann die Brühe zugeben. Deckel auf den Topf legen, aber nicht ganz schließen und in das auf 180 Grad vorgeheizte Rohr schieben. Für ca. 3 Stunden schmoren lassen, das Fleisch immer wieder mit Soße begießen. Der Ochsenschwanz ist fertig, wenn sich das Fleisch sichtbar vom Knochen löst. Die getrockneten Tomaten herausnehmen, Butter in die Soße einrühren und abschmecken. Ich mag normalerweise keine Soßen mit Gemüßestücken und passieresie immer. Dieses Mal war sie aber auf Anhieb so gut, dass ich das Gemüse in der Soße gelassen habe. Falls man die Soße passieren will, kann man noch Madeira hinzugeben und den Ochsenschwanz während des Einkochens im Rohr ruhen lassen. Als Beilage gab es Reis, es passen aber auch Kartoffelpüree oder Knödel. Leider war das Gericht auf dem Teller nicht fotogen und ich kann kein passables Bild vom Gericht auf dem Teller präsentieren.

10 Kommentare

  • Bernd
    4 Jahren ago

    Moin-Moin, aus dem hohen Norden. Ich bin gerade dabei Ochsenschwanzragout zu fertigen. Das Rezept ist mir sehr hilfreich und das Gericht scheint zu gelingen. Allerdings, ich habe es ein wenig modifiziert. Danke.

    • Petra
      4 Jahren ago

      Wie ist es denn geworden?
      Liebe Grüße Petra

  • Benno1950
    4 Jahren ago

    Wo ist eigentlich die berühmte Ochsenschwanzsuppe aus den 60igen geblieben? Gibt es noch Rezepte?

    • Petra
      4 Jahren ago

      Hat mich auch interessiert und heute habe ich eine gebunden Ochsenschwanzsuppe gekocht. Ich habe noch verschiedene Rezepte gelesen, die demnächst ausprobiert werden, ich liebe Ochsenschwanz, als Ragout oder Suppe… LG Petra 

  • Moehres
    5 Jahren ago

    Als Schwabe mache ich natürlich Spätzle dazu.

    Georg

    • Petra
      5 Jahren ago

      Auch sehr gut…..

  • 6 Jahren ago

    Mein geliebter Ehemann wird sich heute abend an diesem Gericht erfreuen. Er hat sich gestern Ochsenschwanz bei einem Biometzger gekauft und mich ganz lieb gefragt, ob ich ihm daraus was kochen könnte;-)… 

    Danke schonmal für das Rezept, ich werde berichten, wie es geschmeckt hat!! 

    Bee  

    • Petra
      6 Jahren ago

      Ich bin gespannt auf den Bericht… Viel Spass und liebe Grüße
      Petra

  • Rolf-eric
    6 Jahren ago

    Rezept ist sehr gut, aber bitte ohne Reis, mit Semmelknödel eine Alternative, eine gute.

    • Petra
      6 Jahren ago

      Danke. Und stimmt natürlich, Knödel passen schon am besten. Wobei es mit Reis und der Sosse auch sehr gut war. LG

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