Pasta al sugo fritto

Eine tolle Entdeckung in Sizilien für mich war: Pasta al sugo fritto.
Das einzige Nudelgericht meiner Kindheit ist eine Spezialität aus Sizilien.
Habe ich schonmal hier beschrieben.
In Sizilen kommt natürlich keine Butter rein, muss auch nicht sein, wir haben auch schon seit langer Zeit keine mehr für das Gericht verwendet.
Aber wie beschrieben: damals hatten wir kein Olivenöl.

Sonst ist aber alles gleich: Spaghetti oder kurze Nudeln unbedingt vom Vortag, die Nudeln sollen trockener sein als frisch gekocht.

Rezept gibt es keines, ausser dass die Nudeln in der Pfanne mit Tomatensoße oder Tomatenmark (wie bei uns, Soße gab es nicht in unserem Haushalt) gebraten werden.
Mit Soße können die Nudeln auch in Förmchen im Ofen gebacken werden (Muffinförmchen eignen sich für mehrere Personen), es können immer Semmelbrösel und Ei untergemischt werden.
Was ich in Sizilien kennengelernt habe.

Ein kleines Ei kam heute bei mir auch in die Pfanne, es macht das Gericht gehaltvoller, das Ei ist geschmacklich aber kaum merklich.

Ich habe mich sehr gefreut, denn unser Nudelgericht wurde hier immer als unmöglich angesehen: keine Tomatensoße und trocken….
Und gerade das ist so toll daran, was in Sizilien lange schon bekannt ist. Bei Rallo jedenfalls schmeckten die Nudeln wie daheim.

Nach der Weinprobe konnte sich jeder seinen Wein zum Essen nehmen.
Mein Liebling ist al Qasar, ein trockener, aber fruchtiger Weißwein, 100% Zibibbo, normalerweise zu Krustentieren, fisch und Käse empfohlen, aber Fisch war bei der Kombination mit dem Sardinentörtchen ja dabei und somit alles optimal.

Morgen mehr von Rallo und anderen Spezialitäten, die unkompliziert zum Wein gegessen werden.

5 Kommentare

  • Andrea
    2 Jahren ago

    Hallo Maria,
    koche oft Nudeln so daß mit Sicherheit auch welche übrig bleiben. Letztens wurde daraus ein sehr leckerer Farfalle-Nudelsalat mit Pepp (Chili) für die heißen Tage. Die uns ja nun auch bald wieder erreichen. Da mache ich vielleicht einen Gigantes-Bohnen-Salat mit Thunfisch. Liebe ja sowieso die Abwechselung.
    Aber der absolute Renner sind knusprig gebratene Nudeln mit Schinken und Ei, die kann mein Mann sogar noch nachts essen. Das hat nur den Nachteil, daß ich sie dann auch nachts braten muss. Aber schlafen kann ich dann auch nicht seelenruhig wenn mein Liebster hungrig neben mir liegt. Das geht einfach nicht. Also nach seinem Spätdienst noch mal raus aus dem Bett und an den Herd gestellt.
    Die Liebe geht wohl doch durch den Magen.

    Gruß Andrea

  • 2 Jahren ago

    Nudel mag ich sehr. Ich kaufe es in Supermarkt, aber meine Oma macht es selbst und es schmeckt viel lecker als gekaufte. Ich koche Nudel oft, mit Tomaten oder Fleisch oder Gemüse – tausende Variante für meine liebe Familie. Aber wenn etwas in der Pfanne für den nächsten Tag bleibt, finde ich es super ein Ei dazu hinzuzufügen und so bekommen wir schnell ein neues leckeres Gericht! 🙂

  • Andrea
    3 Jahren ago

    Hallo Petra,
    Nudeln waren bei uns sehr selten, Opa mochte nur Kartoffeln. Nach diesem Familienzuwachs gab es noch seltener Nudeln als sowieso schon. Doch bei meiner anderen Oma durfte ich mir mal was wünschen, lange Macaroni mit Saug-Sauce. Hieß eine einfache Tomatensauce ohne störende Hackklösschen usw. und ich durfte die Nudeln einsaugen, die Enden flogen fast bis zu den Ohren. Ja, die Kindheit hinterläßt doch Spuren.
    Letztens bekam ich ein einfaches Brötchen, es roch und schmeckte wie bei meiner Kamillentee (öörgs) -Oma. Und schwupp war ich ca. vier Jahre alt, saß unruhig und bekleidet mit meiner Spielschürze (wer kennt sowas noch) in der Küche, trank Karo-Kaffee und das Brötchen, ohne dem Verzehr dieser Backware, die im Mund immer mehr wurde, ich nicht vom Tisch durfte, entsetzlich, denn ich wollte ja raus. Meine Oma kocht dann oft schon das Mittagessen. Frühstück zu früher Stunde immer ein Drama, egal wo. Das fiel mir alles zu deinen Sugo-Nudeln ein.
    Menschen, die nicht gern essen und trinken und immer das gleiche Müsli essen, sind mir irgendwie immer sehr suspekt.

    Lieben Gruß
    Andrea

    • Petra
      2 Jahren ago

      Liebe Andrea,
      bei uns kamen Nudeln meist als Bandnudeln oder Maccaroni als Beilage auf den Tisch, Maccaroni vermisse ich etwas, weil die ausser mir keiner so richtig mag…. Spritzen beim Essen, was zwar stimmt, mir aber gleich ist. und Spielschürze kenne ich auch nicht, ist das was die Kleidung schonendes?
      Liebe Grüße
      Petra

      • Andrea
        2 Jahren ago

        Hallo Petra,

        diese Spielschürze gab es nur bei der Kamillentee-Oma, die auf einem Bauernhof wohnte, ohne fliessendem warmen Wasser und auf einem Festbrennstoffofen mit Wasserschiff kochte. Auf diesem Ofen stand immer ein riesiger Topf gefüllt mit Wasser, es gab also auch immer warmes Wasser nur eben nicht so wie heute. Es gab später sogar einen Kühlschrank, keinen Mixer oder sonstige elektrischen Geräte, Kuchen wurde mit der Hand gerührt, Kaffee mit der Hand gemahlen, also auch keine Waschmaschine, deshalb wohl auch die Spielschürze?
        Denke diese Spielschürze sollte meine Kleidung schützen, da ich entweder auf dem Heuboden, im Kuhstall, bei den Hühnern oder im Gemüsegarten (tritt nicht auf die Ableger, habe ich dazu noch im Ohr) anzutreffen war. So ein Kleidungsstück habe ich auch bei anderen Kindern niemals gesehen. Vielleicht habe ich oder meine Frau Mama irgendwo noch ein Foto, fotografiert wurde ja früher nicht so viel. Fotografiert wurde ja nur zu Taufen, Hochzeiten, zu goldenen und silbernen Hochzeiten, Einschulung und das war es ja dann auch schon.
        Glaube es wird mal wieder Zeit die alten Alben hervor zu holen.

        Liebe Grüße
        Andrea

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