Rheinhessen genießen – Der Eichenhof und die Holzofenbäckerei Förster

Musterbeispiele für bestes Bäcker- und Metzgerhandwerk waren auf unserer Rheinhessenreise
der Eichenhof und die Holzofenbäckerei Förster.
Erst das tolle Brot von Oliver Förster holen, dazu die hausgemachte Wurst vom Eichenhof, wunderbar!
Die Kombination gab’s zu Hause zurück in München.
Ich habe natürlich eingekauft, vom Eichenhof kam einiges an
eingemachten und eingedosten Wurstspezialitäten mit, sowie geräucherten Würste.
Von Oliver Förster nahm ich einen Laib Roggenbrot mit, ich hätte mehrere mitbringen sollen…..

Traditionell im Holzofen gebacken von Oliver Förster, der alles in seinem Holzofen bäckt,
den er mit selbst gehackten Holzscheiten befeuert. Heraus kommen, unter Nutzung der verschiedenen Temperaturen, die entstehen, Baguette, Weizen-, Körner- und Vollkornbrote,
aber auch viel Süßes, wie riesige Nußschnecken, Hefezöpfe und viele Kleinteile mehr.
Wofür eine eigens angestellte Konditorin zuständig ist.

Bei Oliver Förster wird alles selbst hergestellt, am liebsten in den alten, schweren Backkästen.
Den Teigen werden auch keine künstlichen Stoffe oder Enzyme beigesetzt.
In Zeiten, in denen sich Industriebrot kaum mehr vom handwerklich hergestellten Brot unterscheiden lässt, ist gerade das eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale.
Handwerklich gebackenes Brot schmeckt auch noch am nächsten Tag (oder nach mehreren Tagen) und verliert auch nicht an Geruch.
Oder das Beispiel von Olivers Bötchen: die wiegen 100 Gramm und ähneln mehr einem
kleinen Brotlaib, im Gegensatz zum billigen Teigling aus China, der vielleicht noch
30 Gramm wiegt und mehr aus Luft besteht.

Oliver Förster arbeitet ca. 18 Stunden am Tag, er braucht nicht viel Schlaf und: er will backen!
Viel verdient ist leider nicht mit dieser Art Handwerk, obwohl der Brotverkauf im Laden des eigenen, sehr schön selbst renovierten alten Bahnhofsgebäude, sehr gut läuft.
Oft kommen Kunden, die Bestellungen für den gesamten Nachbarort abholen, wo es gar keine Bäckerei mehr gibt. Dort bäckt die Tankstelle.

Viele Auflagen verschlingen das Geld, das eigentlich übrig bleiben müsste.
Was Oliver sehr lebhaft erzählen kann, wie auch die Geschichten von der Anschaffung
des Holzkohleofens, der mit einigen Komplikationen aus dem Ausland nach Rheinhessen gefunden hat.
Gebaucht, denn neu ist ein solcher Ofen nicht zu zahlen für einen Kleinbetrieb.
Das dortige Modell ist eigentlich Nummer zwei, Nummer eins wurde auf
dem Transportweg geschrottet.
Aber Oliver hat dann Nummer zwei trotz vieler Widrigkeiten hergeschafft und
so wünsche ich ihm viel Erfolg.
Dass er noch viele Jahre in seinem Bahnhof backen und ein kleines Café hinter dem Haus eröffnen kann.

Mit Brot bepackt kamen wir am Eichenhof an und gingen sofort in den Hofladen.
Die Metzgerei verfügt über ein großes Angebot von Fleisch und Wurstwaren,
auch gibt es Konserven, hausgemachte Fertiggerichte und Eingemachtes im Glas.
Obst und Gemüse kann auch gleich eingekauft werden, wie auch eigentlich sonst alles, was man so braucht:
Nudeln, Käse, Eier, Milch und Wein.
Die Zulieferer für die Waren stammen aus Kleinbetrieben aus der Umgebung.
Ich bin in Lebensmittelgeschäften ja immer gleich aufgeregt, weil ich so gerne einkaufe.
Dosen, Gläser, Wein und Brot kommen dann immer in den Koffer und werden nach Hause geschleppt, egal wie schwer.
Mein kleiner Koffer wog am Ende bestimmt 20 Kilo.

Erst wurde in der Metzgerei eingekauft, dann wurden wir von Ehepaar Kussel über den Hof geführt.
Klaus Kassel zeigte uns das Schweinefutter und erklärte uns die Zusammensetzung von
77% Getreide, 8% Sojaschrot 12% Körnererbsen und 3 % Mineralstoffen.
Erbsen und Getreide kommen aus Eigenanbau, bei Sojaschot ist Eigenbau fast unmöglich,
daher wird dieser zugekauft.
Antibiotika, Fisch- oder Tiermehl wie auch andere unnatürliche Futtermittel kommen natürlich nicht ins Schweinefutter.

Die ca. 450 Schweine haben wir natürlich auch besucht, die gleich neugierig herkamen.
Die Tiere haben die Möglichkeit sich den ganzen Tag im selbst konzipierten Außenklimastall
an der frischen Luft aufzuhalten oder sich in Ihre wärmeren Liegebereiche zurückzuziehen.
Geschlachtet wird im nahen Alzey, so werden lange Transporte vermieden.
Einen derartigen Stall gibt es auch nicht auf der Landwirtschaftsmesse von der Stange, sondern muss selbst entwickelt werden.
Bevor wir wieder weiter mussten konnten wir noch viele der selbst hergestellten Wurstsorten probieren, alles ganz hervorragend.

Holzofenbäckerei Förster

Mo.-Fr.- 8:00 – 12:00 und 14:00 – 18:00 Uhr
Sa. 8:00 – 12:00 Uhr

Holzofenbaeckerei-Förster

Landmetzgerei Eichenhof
55286 Wörrstadt
Telefon 06732/2489

Montag – Freitag: 8.00 – 12.00 Uhr
14.00 – 18.00 Uhr
Samstag: 8.00 – 12.00 Uhr

Eichenhof







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