Rovagnati-Schinkendinner in der Osteria Italiana

Vor einigen Wochen lud Rovagnati mich zu einem Schinken-Dinner in die Osteria Italiana ein.
Dem ich gerne gefolgt bin: ich liebe die Osteria und es sitzt sich im Sommer besonders schön drinnen.
Es ist luftig dort, die Stimmung irgendwie besonders ruhig und erinnert so
noch mehr an Italien, wo auch im Sommer meist alle drinnen sitzen.
Ausser wahrscheinlich alle Touristen, die auf die Piazza wollen.

Kochschinken ist mein Lieblingsschinken, als Brotbelag, als Schinkensemmel,
zu Nudeln oder Spargel, wie auch immer.
Italienischer Kochschinken ist anders im Geschmack, was an der Mischung
von Kräutern und Pökelsalz liegt.
Mit weniger Fettrand wird er auch wesentlich dünner aufgeschnitten.
Das bemerkt man als immer beim Biss ins Panino oder ins Tramezzino.

Die Mischung von Kräutern und Pökelsalz bei Rovagnati ist ein Firmengeheimnis,
die Produktionszeit beträgt acht Tage, normalerweise ist bei Kochschinken drei Tage üblich.
Rovagnati’s Spitzenprodukt, den aus einer Keule hergestellte Kochschinken
„Gran Biscotto“, gibt es seit letztem Jahr auf dem deutschen Markt zu kaufen.
Der Name „Gran Biscotto“ heißt übersetzt „Großes Keks“, und Keks bedeutet
in Italien immer ein großes Geschmackslob.
Als Paolo Rovagnati nach monatelangen Experimenten den endlich fertigen Schinken zu probieren gab kündigte er an, der Schinken würde wie ein „Keks“ schmecken.
Die Tante probierte und entschied ein extra Lob: er schmecke wie ein „großes Keks“!
So war der Name geboren.

In der Osteria wurde uns als Aperò ein Glas Prosecco mit selbst hergestellten
und sehr besonderen Rhabarbersirup serviert.
Dazu kam eine kleinen Bruschetta mit Tomaten und Olivenöl.
Dem folgte ein feiner, kleiner Fischgang mit marinierten Sardellen.

Der folgende Gang war ein wunderbar gegarter weiße Spargel, es war noch Saison, mit Brunnenkresse und den perfekt geschnittenen Schinkenstreifen.
Ein feiner Einstieg zum Schinkenthema, der Schinken in ca. 1/2 cm Streifen geschnitten,
so hat er etwas Biss, schmeckt aber cremig in Verbindung mit dem Spargel.

Crespelle sind immer fein im Restaurant, ich mache sie kaum selbst.
Was eigentlich ein Fehler ist.
Hier kamen sie mit luftiger Ricotta- und Schinkenfüllung auf den Teller, dazu ein würziger Tomatenschaum.

Der Hauptgang, gebratener Schinken mit einem kleinem Kartoffelpüree und kräftiger Soße,
war überraschend und so habe ich Schinken noch nie gegessen. Was mich immer besonders freut.

Das Beeren-Dessert hatte mit Schinken nichts zu tun, bildete aber den perfekten Abschluss.

Ein schöner Abend mit interessanten Schinken-Zubereitungsweisen aus der immer so guten Küche der Osteria.

Der Schinken ist im Einzelhandel abgepackt erhältlich, bei
Bosfood kann er im Ganzen bestellt werden.

Ich danke Rovagnati für die Einladung zu diesem schönen Abend.


1 Kommentar

  • Andrea
    2 Wochen ago

    Hallo Petra,

    mal wieder ein sehr schöner Bericht, der Lust macht mal wieder ausgibig ein sehr gutes Restaurant zu besuchen oder auch selbst den Kochlöffel zu schwingen. Immer wieder ein Quell von schönen Inspirationen, wenn mir mal wieder die Ideen am Herd ausgehen.

    Rhabarber mag ich in jeder Form, leider hat er erst nach Johanni in meinem Garten richtig Gas gegeben, na ja nächstes Jahr wieder.

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