Rumfordsuppe

Benjamin Thompson mit 30 Jahhren
Benjamin Thompson mit 30 Jahhren

An der Rumfordsuppe auf der historischen Wiesn hat mich die cremige Konsistenz erstaunt und ich wollte sie gleich am nächsten Tag nachkochen. Ich mag Perlgraupen gerne als Suppeneinlage, dazu wasche ich sie vorher gut unter fließendem Wasser und koche sie in Wasser mit etwas weich. Fertiggekocht wasche ich sie nochmals ab und gebe sie in die klare Brühe. Jede Art von gekochten Fleisch passt noch gut als Zugabe, sowie auch feingewürfeltes und separat blanchiertes Gemüse nach Geschmack. Ich koche die Brühe auch gerne aus einem Lammhals, hier kann man als Einlage das Fleisch vom Hals lösen. Schmeckt sehr irisch. Für die Rumfordsuppe habe ich die Graupen nicht gewaschen, hierdurch wird die Suppe dick. Eine leichte Mehlschwitze am Ende gibt zusätzlich Bindung. In alten Kochbüchern findet man die verschiedensten Rezepte, Brot wird mitgekocht oder in harten Scheiben eingelegt wie Rumford es empfiehlt. Denn seine Suppe hatte er für die Armenspeisung erfunden und er wusste bereits von der Sättigung durch Kauen. Graf Rumford (*1753 in Boston, + 21. August 1814 in Auteuil bei Paris) war Naturwissenschaftler und Reformer. Er erfand den Rumford Herd, das Bratrohr, entwickelte Küchen und Kaffeekannen, führte Suppenküchen ein, reformierte die bayerische Armee und ohne ihn hätten wir keinen Englischen Garten in München. Sein Denkmal steht in der Maximilianstrasse. Eine interessante Biographie über Rumford: George I. Brow. Graf Rumford. Das abenteuerliche Leben des Benjamin Thompson

Rumford Bratrohr
Rumford Bratrohr

Rumford Küchenkonstruktion
Rumford Küchenkonstruktion

Meine Rumfordsuppe
Meine Rumfordsuppe

Hier noch ein Rezept bei slow food Deutschland: http://www.slowfood.de/slow_food_vor_ort/muenchen/tipps/rezepte/rumfordsuppe/

Rezept

Rezept für vier Personen

Rumfordsuppe

  • 100 Gramm Rollgerste
  • 10 Gramm getrocknete Erbsen
  • 1 1/2 Liter Fleischbrühe
  • 1/2 Petersilienwurzel
  • 1 Stück weisses vom Lauch
  • 1 kleine Karotte
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Mehl
  • 2 EL Butter
  • 1 Kartoffel
  • Speck
Die getrockneten Erbsen nach Beschreibung (meist über Nacht) einweichen. Im Einweichwasser ca. 1 Stunde weichkochen.  1 Liter Fleischbrühe erwärmen und die  Graupen bei mittlerer Hitze darin kochen. Oft umrühren, da Graupen legen leicht an. Wurzelgemüse und Zwiebel schälen, Lauch putzen und waschen. Kartoffel schälen und in Würfel schneiden. Das Gemüse in feine Stücke schneiden und in einer Pfanne anschwitzen. Alles in die Suppe geben und mitkochen. Die weichen Erbsen durch ein feines Sieb in die Suppe passieren. Den verbliebenen 1/2 Liter Fleischbrühe erwärmen. In einem Topf die Butter schmelzen, das Mehl zugeben und bei mittlerer Hitze zu einer Mehlschwitze verrühren. Mit Brühe nach und nach aufgiessen, dabei gut mit dem Schneebesen verrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Dann einen Teil der Suppe zufügen, glatt rühren und die restliche Suppe dazugeben. Speck würfeln, in einer Pfanne knusprig braten und vor dem Servieren in die Suppe geben.

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