Swiss Apéro in München

Ein Besuch der SWISS APÉRO Pop-Up Bar in der Registratur – München war leider nur bis 5. November möglich.
Die Vorweihnachtszeit ist aber die optimale Gelegenheit den SWISS APÉRO vorzustellen, den ich bis dahin auch noch nicht kannte.

Meine Schweizbesuche liegen schon einige Zeit zurück, damals besuchte
ich gelegentlich Freund, erst in Yverdon, dann in Genf, Zürich bot einen gelegentlicher Abstecher.
Dass dort kein SWISS APÉRO serviert wurde lag wohl daran,
dass meine „schweizer“ Freunde gebürtige Deutsche waren,
bei denen die Aperó Kultur scheinbar keinen Einzug gehalten hat.

Der SWISS APÉRO ist kurz erklärt: kommt Besuch oder steht ein etwas
festlicher Abend bevor wird zu Hause ein Apéro serviert.

Auf das Apéro-Plätli kommt eine Auwahl an feinen Scheiben vom Bündnerfleisch, Walliser Trockenfleisch, Appenzeller Mostbröckli,
Walliser Trockenspeck, oder die viereckige Salsiz.
Käse darf nicht fehlen, wie der würzige Sbrinz, dazu Weintrauben und Walnüsse.

Getrunken wird dazu schweizer Wein, bei uns kamen der Pinot Noir
Barrique Malans und Humagne Rouge AOC 2015 Valais D’or Maurice Gay Chamoson ins Glas.
Leider trinken die Schweizer ihre Weine gerne selbst, in den Export
kommen nur 2%.

Nach dem Apéro geht der Schweizer dann gerne ins Restaurant.
Auch trifft man sich vor dem Restaurantbesuch auf einen Apéro
in der Bar, um hinterher gemeinsam ins Lokal zu gehen, was mir
meine Freundin Dorothée erzählt hat.

Es kann aber auch zu Hause weitergehen, wir sind jedenfalls nicht mehr weitergezogen:
nach dem Plättli gab es noch eine Toblerone-Mousse mit Beeren.
Und ein simples, aber tolles Dessert: in ein Baiser wird oben
ein breites Loch geklopft.
Gefüllt wird dieses mit Greyerzer Doppelrahm (ersatzweise Crème double) und aufgegossen mit einem Schuss Kirschwasser.
Nicht fehlen durfte der «Kafi fertig», mir auch völlig neu, Kaffee mit einem Schuss Kirsch und Nidle, eine schone Haube Schlagsahne.

In Deutschland ist wohl das Bündnerfleisch am bekanntesten und in Feinkostgeschäften erhältlich.
Im Filialfinder finden sich ausgewählte Supermärkte, wo es die schweizer Fleischspezialitäten von SWISS APÉRO zu kaufen gibt.
Daniela Haller, unsere Apéro Expertin, versicherte uns, dass die Schweizer gerne die Spezialitäten abgepackt kaufen.
Dazu muss gesagt werden, dass in der Schweiz der Massentierhaltung gesetzlich Einhalt geboten wird und so der Schweizer den heimischen Fleischspezialitäten im Supermarktregal nicht skeptisch gegenüber steht.

Hat mir alles wunderbar geschmeckt und sicher mache ich demnächst einen Apéro zu Hause, inclusive «Kafi fertig» und em tollen Baiser.
Bevor ich hoffentlich bald Mal wieder in die Schweiz komme.

Schön war es in der ganz ungewohnt umdekorierten Registratur in gemütlicher schweizer Atmosphäre.

Ich danke Swiss Apéro für die Einladung, hat mir sehr gut gefallen!

1 Kommentar

  • Andrea
    6 Monaten ago

    Hallo Petra,

    ich mag die Schweiz, die Schweizer und ihre kleinen Rituale auch. habe so einige Kundne aus der Schweiz und sie sehr lieb gewonnen. Ehrliche Leute mit einem feinen Gespür.

    Ein Kunde kämpft wie auch ich immer mal wieder mit seinen Pfunden, jetzt weiß ich auch warum. Habe ein altes schweizer Kochbuch vom Bücherbasar, da ist nicht sehr viel Lukullisches drin, Einbrennsuppe (weiß nicht ob sie nun genauso heisst) usw..

    Nach der Lektüre gewinnt man den Eindruck, daß die Schweizer wohl früher oft Hunger leiden mussten. War bei unseren Bauern ganz früher ja auch nicht anders.

    Habe letztens in einem Restaurant einen weihnachtlichen Apero auf der karte geseheun und bestellt, Monin Zimtsirup, mit einer Orangenscheibe, Eiswürfeln und Prosecco aufgefüllt, sehr lecker. Wäre mal was anderes zum Weihnachtsmenü, wer es noch festlicher mag, kann ja noch mit Blattgold …..

    Bin entspannt, die Vorräte sind ordentlich aufgestockt worden, Geschenke eingepackt und beschriftet, Weihnachtskarten geschrieben usw.. Euch allen eine besinnliche Vorweihnachtszeit.

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