„Zur Alten Post“ – Zu Gast bei Hans Stefan Steinheuer









Der Nachmittag in der Küche und am Foto-Set war sehr schnell vergangen.
Ich habe mir viel vorgenommen für das nächste Jahr, etwa wieder Hollunderblüten
zu sammeln und nicht nur einmal Hollerkücherl zu machen.
Sondern auch wieder Sirup zu kochen und wie bei Steinheuers noch viel eleganter:
die abgezupften Blüten in den Sirup einlegen Holunderbeeren können auch
eingelegt werden, nur muss ich rechtzeitig dran denken.
Zutaten, die man so nicht kaufen kann…..

Das Foto Shooting war ebenfalls sehr inspirierend, ich habe mit dem Blitz schon angefangen zu experimentieren.

Mit all diesen Gedanken war aber nur Zeit zum Umziehen, dann trafen wir uns
alle wieder auf einen Aperitif.
Hier war auch wieder Herrn Steinheuer’s charmante Ehefrau Gabriele als Gastgeberin
bei uns, bei unserer Ankunft wurden wir schon von ihr begrüßt.
Denn wie schon erwähnt, bei Steinheuers handelt ses sich um einen Familienbetrieb.
Tochter Desirée ist als Sommelière im Restaurant tätig, Küchenchef Christian Binder
ist der dazugehörige Schwiegersohn.

Da so eine Fotoproduktion und ein Tag in der Küche mit Zeit für Gäste wie uns nur an einem Ruhetag möglich ist, war auch der Service für das Abendmenü im Restaurant ungewöhnlich: wir wurden von den Köchen bedient.
„Noma-Service“, wie Herr Steinheuer lächelnd bemerkte.

Als erster Gang kam Gänsestopfleber mit Kaffee und Milch.
Ein Teller, den wir zuvor schon in der Küche probieren durften und auf den ich mich besonders gefreut habe.

Dem folgte der Fischgang: Wolfsbarsch mit Sauce Choron und Zucchini-Sepianudeln.
Mit etwas Dashi, weißem Tomatenfond und etwas Chiliöl.

Sehr fein auch der Rehrücken mit Spitzkohl und Chorizo-Öl.
Mit etwas Zwiebelpüree, Olivenwürfeln und Pfifferlingen und Rehjus.

Das Dessert „Gewürzzwetschge“ hatten wir ebenfalls schon in der Küche probieren und dann nebenan fertig angerichtet für das Kochbuch, fotografieren können.
Aber mit seinen ganzen Komponenten offenbarte es sich auf dem Teller als überaus komplexes Gericht:
Zwetschgen- und Honiggel, gelierte Zwetschgenrollen, Financier-Chip, Crumble und ein Zwetschgeneis.

Wir durften noch den legendären Weinkeller besichtigen und saßen hinterher noch einige Zeit mit Familie Steinheuer gemütlich bei einigen illustren Gläsern Wein beisammen,
bevor ich einfach in den ersten Stock in mein Zimmer gegangen bin.

Frühstück gab es am nächsten Tag gegenüber in Steinheuers Landhaus.
Neben dem „normalen“ Frühstück mit feinen Wurstwaren, Käse und was sonst so alles dazugehört, gab es auch hier eine Speisekarte, die ergänzende warme Gerichte anbot:

Rührei mit Shrimps oder Schinken
Spiegelei mit Bacon
Omelett mit Schinken, Tomate und Käse
Gebratene Blutwurst auf Senfkartoffelsalat
Tafelspitzbrühe mit Einlage nach Tagesangebot

Alles, was ich mag… Am liebsten eigentlich die Blutwurst und die Brühe,
das ist aber am nächsten an dem, was es zu Hause gibt.
Wo ich aber nie zu einem Rührei mit Shrimps komme….

Es war alles ganz wunderbar und ich kann einen Besuch samt Übernachtung und Frühstück bei Steinheuers nur wärmstens empfehlen.
Natürlich gibt es dann eine Ankündigung, wann das neue Kochbuch erschienen ist.

Ich danke dem Tre Torri Verlag für die Einladung und der Familie Steinheuer für die herausragende Gastfreundschaft.

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