Besichtigung der Maggi-Konservenproduktion am „Raviolitag“

Eingekleidet für die Besichtigung der Nassproduktion
Eingekleidet für die Besichtigung der Nassproduktion

Meine letzten Dosenravioli sind schon zwei Jahrzehnte her und waren damals noch quadratisch.
Heute sind sie halbmondförmig, einer der größten Erfolge aus dem Hause Maggi
(200 Millionen verkaufte Dosen im Jahr) und es gibt sie mit Fleischfüllung in Tomatensoße, eine Gemüsevariante ohne Fleisch und in pikanter Fleischsoße.

Dosenravioli sind ein Faszinosum, es gibt sie seit 1958, wohl seit Ausbruch der Italienbegeisterung der Deutschen.
Berühmt auch die Vorliebe von Tim Mälzer für Ravioli aus der Dose, der mag sie gerne aussen heiß und innen lauwarm.
Weich sind sie mir in Erinnerung und diese werde ich demnächst mal auffrischen, denn ich habe die „Ein Teller“ Dose ins Gepäck bekommen, mit Sauce Bolognese.
Und auf dem Foto auf der Dose: wieder quadratische Ravioli.

Wie auch immer die Vorlieben sind, die Produktion hatte ich mir wesentlich „großindustrieller“ vorgestellt.
Irgendwie ist es aber fast niedlich, erst wird aus Grieß und Wasser der Teig gemischt und über zwei Walzen ausgerollt.
Das Teigband läuft in eine Maschine, die füllt und ausstanzt, die fertigen Ravioli fallen dann auf ein Band.
In den weiteren Vorgängen werden sie kurz blanchiert, gekühlt, mit oder ohne Fleisch in die Dosen gefüllt und verschlossen.
Wobei jede neue Dosenpalette und jede neu fertig gekochte Tomatensoße im Kessel auf ihre Qualität überprüft werden.

Die Dosen kommen verschlossen in den Garapparat, wo sie rotierend regelmäßig fertig werden und hinterher wieder abkühlen.
Die fertigen Dosen laufen über ein Fließband, dort zu je 6 Stück in die Schachtel verpackt, wobei zuvor noch überprüft wird, ob jedes Etikett gerade sitzt.
Dosen mit schiefen Etiketten werde aussortiert, das Etikett entfernt und neu etikettiert. Hätte ich alles nicht gedacht.

„Raviolitag“ ist meine Definition, denn in der Naßproduktion werden in Abwechslung die Dosensuppen, Spaghetti in der Dose und eben Ravioli produziert.

Vorher ging es noch in die Versuchsküche, wo von Köchen die Rezepte für die Fix-Produkte entwickelt werden.
Ich habe noch nie eine Fix-Tüte verwendet, vor allem hatte ich mich immer gefragt, was man in der Maggi-Kochschule lernt.
Wie ich jetzt weiß wird dort das Kochen mit den Fix-Mischungen gelehrt,
wie z.B. mit verschiedenen Gemüsen, eventuell noch Ingwer und Gewürzen, alle möglichen Varianten des Gerichts gekocht wird.

Ich kenne genug Leute, die mit großer Begeisterung und Zeitaufwand nur mit frischen Zutaten schlecht kochen. Hier wäre die Fix-Küche eine wirkliche Alternative, denn hier wird ein Standard geboten, wo nicht viel verkehrt gemacht
werden kann. Und auch nichts anderes drin ist als das was in einem Haushalt vorhanden ist und verkocht wird.

Wir haben in der Versuchsküche Mittag gegessen, die Würzmischung wurde mit den passenden Gemüsesorten und Hühnerbrust südamerikanisch, deutsch und asiatisch zubereitet mit dem Ergebnis, dass es uns allen geschmeckt hat.

 

Mehr noch hier:

 

  • gourmet-blog.de – Tag der Qualität bei Maggi
  •  

     

    Das Teiband
    Das Teigband
    Die Ravioli auf dem Weg in die Dose
    Die Ravioli auf dem Weg

    Hackfleisch kommt in die Dose
    Hackfleisch dazu und Soße

    Garen, Aufkleber daruf und fertig ist die Raviolidose
    Garen, Aufkleber daruf und fertig ist die Raviolidose

    In der Versuchsküche
    In der Versuchsküche

    Bis hier alle Bilder copyright by Maggi

     

    Die Köche entwickeln hier die Fix-Produkte
    Die Köche entwickeln hier die Fix-Produkte
    hier die asiatische Variante der Hühnchenpfanne
    hier die asiatische Variante der Hühnchenpfanne

    4 Kommentare

    • nata
      5 Jahren ago

      „Ich kenne genug Leute, die mit großer Begeisterung und Zeitaufwand nur mit frischen Zutaten schlecht kochen.“ – Das muss man wirklich auch mal sagen.

      Vielen Dank für diesen Beitrag! Macht Spaß, das zu lesen.

      • Petra
        5 Jahren ago

        Freut mich. Liebe Grüße Petra

    • Dirk
      5 Jahren ago

      Klasse Artikel, hat Spaß gemacht mit dir.
      Liebe Grüße, Dirk @gourmet-blog.de

      • Petra
        5 Jahren ago

        Danke! Ja, schön war’s. Liebe Grüße aus München Petra

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