Ein Ausflug ans Meer in Valencia

Mit dem Bus ging es durch die Stadt an die Küste, Ziel war das Restaurante Casa César „El Delfín“.

Wir waren früh dran und so war das Lokal noch leer, mit der Zeit füllte es sich und offensichtlich kommen viele Stammkunden. Der Service ist freundlich, die Vorspeisen, die wir uns teilen, kommen zügig und mit angenehmen Zeitabstand.

Wir bestellten Calamar de Playa: in Olivenöl gebratener Oktopus, gewürzt mit geräucherten Paprikapulver. Schön knusprig und sehr gut. Wie auch die Pescaditos, kleine frittierte Fischchen, die ebenfalls schön kross waren.

Die Berberechos (Herzmuscheln) in einem feinen und frischen Sud waren der Abschluss der Vorspeisen.

Die Casa César „El Delfín“ ist auch bekannt für Ihre Paella, wir entschieden uns für die Meeresfrüchtevariante.

Mit gelungener knuspriger Socarrat, der karamellisierten Reisschicht, die sich am Boden der Pfanne anlegt. Zwei Kaisergranaten, zwei Scampi und viel Meeresfrüchteanteil im Reis in Form von Herzmuscheln und kleingeschnittener Tintenfisch. Dazu frisch schmeckt ein Glas offener Verdejo.

Auf dem Weg zum Stand bietet sich ein Besuch der Villa des Schriftstellers Vicente Blasco Ibáñez an.

Die Villa seht etwas verloren in der Umgebung, davor ein Parkplatz, Fitnesstudio daneben, aber es bietet sich ein toller Ausblick zur Playa de la Malvarrosa.

Vicente Blasco Ibáñez ist 1867 in Valencia geboren, war Schriftsteller und Politiker mit abenteuerlichen Lebensweg, der ihn öfter ins Exil von Paris bis Argentinien gehen ließ. Sein Leben lang schrieb er Romane, großteils mit politischen Inhalt, welche die sozialen Unterschiede anprangern.

Sangre y arena, entstanden 1908, verfilmte er selbst, die weiteren Verfilmungen seiner Romane entstanden meist in Hollywood, unter anderen mit Greta Garbo, Rodolfo Valentino oder May Murray in den Hauptrollen.

https://www.visitvalencia.com/de/was-machen-in-valencia/kultur-valencia/museen-in-valencia/museum-und-ehemaliges-wohnhaus-blasco-ibanez

Ein kleiner Spaziergang am Meer und es ging zurück zum Bus.

Am letzten Abend war ich alleine in der Stadt und machte noch einen längeren Spaziergang.

Die Stadt ist zauberhaft, mit einer besonders freundlichen Atmosphäre, was ich von Anfang an so empfunden habe.

Wieder in der Gegend um den Mercado Central angekommen machte ich mich auf die Suche nach einem Absacker, und hier bieten sich unendlich viele Möglichkeiten, es gibt Bars ohne Zahl.

Letztlich habe ich mich für die Bar „La Senia Taverna“ entschieden, das Michelin-Schild war dabei ausschlaggebend.

Empfohlen werden hier die Tapas und Salate, die Weinkarte listet Bio- und Naturweine.

Gegessen habe ich nichts mehr im La Senia, aber die Spiegeleier mit Speck, die von der Bar aus sichtbar auf der Elektro-Grillplatte brutzelten, waren beindruckend.

Es blieb bei zwei Gläsern „Cava Mirgin Rosé Brut Nature Mataró“, ein schöner Abschluß meiner Tage in Valencia,

https://www.tabernalasenia.es

Viele Infos zu Valencia finden sich hier:

https://www.visitvalencia.com/de

Der Aufenthalt in Valencia war selbst bezahlt und von keiner Lokalität gesponsort.

Ich bin Petra Hammerstein, zwischen den Mahlzeiten führe ich unseren Fami­lien­betrieb, das Antiquariat Hans Hammer­stein in der Mün­chener Türkenstrasse. Mein Interesse gilt dem Essen und vom Mut anderer möchte ich erfahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Bitte den Datenschutzhinweis akzeptieren