Einkaufen auf Reisen

Nervi

In Hotels räume ich immer die Minibar aus und deponiere dort meine Einkäufe wie Käse, Speck und Frühstück. Schade ist, dass man im Hotel nicht kochen kann, besonders wenn man an schönen Metzgereien wie dem Anglo Feroci in Rom vorbeikommt.

Nervi
Nervi

In anderen Ländern und Städten gehe ich besonders gerne in Supermärkte, Feinkostläden oder auf Wochenmärkte. In französischen Supermärkten kaufe ich immer Entenconfit oder Confit von Enten- oder Gänsemägen. Die Mägen als Confit schmecken gut kalt zu Salaten.

Aus Entenschenkeln eingekocht ist Confit schnell im Bratrohr zubereitet: die Schenkel werden im eigenen Fett mit rohen, in Viertel geschnitten Kartoffeln in einer Reine in den Ofen geschoben, nach etwa 20 Minuten sind die Keulen kross und die Kartoffeln durch. Entenconfit ist hier manchmal in französischen Feinkostläden erhältlich, Mägen suche ich seit Jahren leider vergebens. Aber ich habe heute gelesen, wie einfach sie zuzubereiten sind und ich werde es so schnell wie möglich versuchen.

In Italien gibt es ausser dem Zampone, einem gefüllten Schweinefuß, keine sonderlich interessanten Konserven, frische Produkte wie Nervi oder Lampredotto kann man leider nicht stundenlang auf der Rückreise transportieren. Aber manchmal entdeckt man Produkte wie Lindt Schokoladenpudding, der in Deutschland nicht erhältlich und der beste Fertigpudding ist, den ich kenne.

In Hotels räume ich immer die Minibar aus und deponiere dort meine Einkäufe wie Käse, Speck und Frühstück. Schade ist, dass man im Hotel nicht kochen kann, besonders wenn man an schönen Metzgereien wie dem Anglo Feroci in Rom vorbeikommt. Ein Grund, weshalb ich oft Wohnungen angemietet habe. Hier kann man wenigstens sein Frühstück zusammenstellen, abends geht man doch lieber essen. Und mittags auf die Märkte.

In Flozenz habe ich im Supermarkt vorgekochte Gemüse wie Cima di Rapa und Fenchel im Kühlfach gesehen, auf dem Mercato Centrale bieten Stände unter anderem gekochten Blattspinat an. Was ich sehr praktisch finde.

Les Halles ist der schönster Markt in Lyon, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist: dort habe ich mir unbekannte, sehr fleischige Muscheln und Pied du cheval, eine Riesenauster einem Hufabdruck gleich, zu Mittag gegessen. Muscheln und Austern waren derart groß, dass ich Mühe hatte sie zu kauen.

Die Konditoreien in Frankreich und Italien mag ich besonders wegen ihres Brandteiggebäcks, davon aber morgen mehr.

Angelo Feroci Rom
Angelo Feroci Rom

Rinderfilet im Speckmantel und roten Pfeffer
Rinderfilet im Speckmantel und roten Pfeffer

Auslage von Angelo Feroci
Auslage von Angelo Feroci

Gekochte Kutteln
Gekochte Kutteln

Vorgekochtes Gemüse
Vorgekochtes Gemüse

Weisse Trüffel
Weisse Trüffel

Supermarktangebot in Rom, Via Nationale
Supermarktangebot in Rom, Via Nationale

Olivenölhändler auf einem Markt in Tivoli
Olivenölhändler auf einem Markt in Tivoli

Campo di Fiori Marktende
Campo di Fiori Marktende

Bottarga und Käse bei Roscioli
Bottarga und Käse bei Roscioli

Ich bin Petra Hammerstein, zwischen den Mahlzeiten führe ich unseren Fami­lien­betrieb, das Antiquariat Hans Hammer­stein in der Mün­chener Türkenstrasse. Mein Interesse gilt dem Essen und vom Mut anderer möchte ich erfahren.

2 Comments

  1. Ich habe schonmal die Kutteln probiert als ich in einem Ferienhaus in der Toskana residiert habe. Nach einigen Überwindungen habe ich mich getraut doch das Gericht zu probieren und es war echt Lecker. Hut ab!

    1. In Florenz gibt es noch den Lampredotto, den Labmagen des Rindes. Sicht auch abschreckend aus, aber wenn Dir Kutteln schmecken solltest Du es unbedingt probieren. Gibt es auch wie die Kutteln in der Semmel.

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