Kaninchenpflanzerl mit Morcheln

Zur Spargelzeit sind Kalbsschnitzel sehr beliebt, was wiederum meine Metzgerin veranlasst,
keine Kälber zu schlachten.
Die Leute möchten dann eben nur Schnitzel, mit dem restlichen Teilen tut sie sich noch schwerer,
und wer macht schon Kalbshaxe zum Spargel?
Wobei ich nur sagen kann: da ist nichts verkehrt dran.

Wer das so gut macht wie Franz-Josef Unterlechner kann ohne weiteres Kalbshaxe
zum Spargel servieren.

Wir haben letztlich verschiedene Fleischpflanzerl zum weißen Spargel gemacht.
War eine gute Idee, denn für mehrere Personen ist das gut vorzubereiten.
Am besten passten die vom Pflanzerl vom Huhn (Hühnerhack gibt es am Viktualienmarkt),
mit grüner Soße oder Annes Vinaigrette mit Tomatenstückchen und gehackten Eiern.
Mache ich unbedingt wieder, auch ohne Spargel, das sind tolle Pflanzerl.
Lassen sie Oberkeulen durchdrehen, 30 Prozent mit Haut, so haben Sie genug Fettanteil im Hack.
Zum grünen Spargel sind Lammpflanzerl toll, schön würzig mit einer grünen Soße auf Olivenölbasis.

Womit wir beim Thema Pflanzerl wären.
Wir essen im Frühling gerne Kaninchen, unser Osterklassiker heißt „Kaninchen Admiral“,
wofür ich ausgelöste Rückenfilets brauche.
Die löse ich selbst aus, die Knochen hacke ich klein und koche sie mit den Krebskarkassen
für die Soße aus.

Die Pflanzerl hier entstanden aus der Resteverwertung der Bauchlappen, die zu anderen Gelegenheiten als Hack bei mir in eine helle Nudelsoße oder Lasagne kommen.
Wir hatten Besuch, so waren es einige Hasenrücken und somit Bauchlappen, dass es für
einen Fleischteig reichte.
Königsberger Klopse (mit Kalbshack gestreckt) könnte man auch draus machen, na ja,
und so weiter….

Die Pflanzerl waren einfach unser Amuse Geule, gebraten mit ein paar abgezweigten Morcheln, von denen der Rest ins Leipziger Allerlei kam.
Was immer ebenfalls immer ein saisonaler Höhepunkt an Ostern ist.
Dafür gibt es das Rezept noch der Tage, hier erst einmal die Kaninchenpflanzerl.


Elegant mit Morcheln
Kaninchenpflanzerl
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Portionen Vorbereitung
4 Personen 15 Minuten
Kochzeit Wartezeit
10 Minuten 30 Minuten
Portionen Vorbereitung
4 Personen 15 Minuten
Kochzeit Wartezeit
10 Minuten 30 Minuten
Elegant mit Morcheln
Kaninchenpflanzerl
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Portionen Vorbereitung
4 Personen 15 Minuten
Kochzeit Wartezeit
10 Minuten 30 Minuten
Portionen Vorbereitung
4 Personen 15 Minuten
Kochzeit Wartezeit
10 Minuten 30 Minuten
Zutaten
  • 200 Gramm Bauchlappen vom Kaninchen oder anderes Kaninchenfleisch
  • 1 Stück Knödelbrot: Kaisersemmel alt und in dünne Scheiben geschnitten
  • 0,1 Liter Milch (je nach Trockenheit der Semmel)
  • 1 EI M
  • 3 Zweige Petersilie
  • 1 große Schalotte
  • Salz und Pfeffer am besten aus der Mühle
  • 50 Gramm frische Morcheln
  • 30 Gramm Butter
Portionen: Personen
Anleitungen
  1. Morcheln in eine Schale mit Wasser legen und ca. 30 Minuten wässern. Dann der Länge nach halbieren und gut unter fliesenden Wasser spülen. Abtropfen lassen und beiseite stellen.
  2. Das Kaninchenfleisch durch den Fleischwolf drehen.
  3. Knödelbrot in eine Schüssel geben.
  4. Milch erhitzen, über das Knödelbrot gießen, ausdampfen lassen und mit den Händen leicht drücken und so locker vermischen. Nicht zermatschen!
  5. Schalotte in sehr feine Würfel schneiden, in etwas Butter glasig schwitzen und zum Knödelbrot geben. Alles abkühlen lassen.
  6. Petersilie zupfen und fein schneiden.
  7. Das Ei, die Petersilie und das Hackfleisch zum Brot geben, salzen, pfeffern und schnell zu einem Teig verarbeiten.
  8. Butter auf mittlerer Stufe erhitzen, kleine Pflanzerl formen und rundum golden braten.
  9. Zum Ende die Morcheln noch ca. 2 Minuten in die Pfanne geben und vielleicht noch etwas Butter und Salz zufügen.
  10. Kann natürlich auch zum Spargel serviert werden.
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1 Kommentar

  • Andrea
    4 Wochen ago

    Hallo,

    mir ist auch die letzten Jahre aufgefallen, dass dort abgepackte Kaninchen im Supermarkt angeboten werden, das gab es früher nicht. Gekauft habe ich sie jedoch dort noch nie, gekomme manchmal Langohren von einem befreundetet Jäger, der auch Wildschweinbratwurst mit einem Metzger nach seinem Rezept zusammen macht, lecker.

    Einen Fleischwolf besitze ich nicht, Lammhack lasse ich mir aus einer Keule beim Türken-Supermarkt an der Fleischtheke frisch durchlassen, etwas Fett wird auf meinen Wunsch hin zuvor noch entfernt doch nicht alles und die Knochen werden mir für Saucen kleingesägt extra dazugelegt. Ein unbezahlbarer und vor allem sehr freundlich erbrachter Service.

    Da es dann ja sehr viel Hack ist, friere ich 2 Portionen ein und und die erste wird gleich frisch zu allem möglichen verarbeitet. Lasagne, Chili con Carne, gefüllte Paprika, Beamtenstippe usw., nur Königsberger Klopse habe ich daraus noch nicht gemacht. Da nehme ich immer pures Rinderhack und ohne Sardellen, die mochte ich noch nie. Also auch bei Vitello Tonnato immer ohne

    Fleischpflanzerl mache ich immer in 2 Pfannen, bei einem 2 Personenhaushalt wohl etwas viel. So reicht es immer auch noch für Überraschungsgäste oder am nächsten Tag auch kalt auf Brot mit scharfen Senf dadrunter. Frisch aus der Pfanne sind sie natürlich immer am besten.

    Lieben Gruß nach Minga
    Andrea

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