Kalbszunge asiatisch


(Werbung unbezahlt) Kalbszunge ist bei uns ja hauptsächlich gekocht (teils gepökelt)
bekannt, so aber leider auch etwas aus der Mode.
Zu Hause koche ich sie am liebsten natur im Wurzelsud, heißt ohne sie zu pökeln.
So gekocht und ihn Scheiben geschnitten essen wir sie gerne mit Kapern-Rahmsoße
oder wie in Italien mit etwas Olivenöl, Ztrone und einem Klecks Pesto.
Gepökelt und geräuchert schmeckt sie am besten in Madeirasoße, muss man
aber so vorbereitet beim Metzger bestellen (falls man einen auftreibt).
Denn Pökeln zu Hause ist kein Problem, aber das Räuchern von dickeren Teilen schon.

Interessant ist die asiatische Zubereitung.
Bei Jin lernte ich Zunge asiatisch zubereitet kennen.
Jin weiß von meiner Vorliebe für Innereien, wenn ich reserviere hat er immer eine
Überraschung für mich.
So war es einmal mit der Rinderzunge (klappt auch mit anderen Zungen wie vom
Schwein und Kalb): dünn geschnitten auf dem Wok.
Das Rezept hier stammt von mir und ist nachempfunden.
Was bei mir fehlt: die Gasflamme. Hier schwenkt das Feuer in den Wok über und verleiht
dem Gericht das typische Aroma.
Im herdgeeigneten Wok funktioniert es auch ganz gut, aber ohne dem flambierten Touch.
Das Öl muss sehr heiß werden, bis zum Rauchen, so kann die Zunge kurz im heißen Wok
oder der Pfanne gebraten werden.

Mittlerweile kommt die Zunge durch das verbreitete Grillen gelegentlich auf den Rost,
was ich erfreulich finde.
So wird eine Innerei wieder etwas populärer.
Schmeckt gegrillt nämlich ganz hervorragend.

Ein kräftiges Gericht, das sich mit Nova Domus Riserva 2015 – Cantina Terlan optimal ergänzt.


Kalbszunge asiatisch
Rezept drucken
Portionen Vorbereitung
2 Personen 10 Minuten
Kochzeit
10 Minuten
Portionen Vorbereitung
2 Personen 10 Minuten
Kochzeit
10 Minuten
Kalbszunge asiatisch
Rezept drucken
Portionen Vorbereitung
2 Personen 10 Minuten
Kochzeit
10 Minuten
Portionen Vorbereitung
2 Personen 10 Minuten
Kochzeit
10 Minuten
Zutaten
  • 250 Gramm Kalb- oder Rinderzunge
  • 2 Stück Knoblauchzehen (am besten frisch) fein geschnitten
  • 1 Stück Ingwer daumengroß
  • 4 Stück Frühlingszwiebeln
  • 4 EL helle Sojasoße
  • 4 EL Sake
  • 1 Prise Chili grob
  • 1/2 TL Rohrzucker braun
  • flockiges Meersalz
  • Pfeffer schwarz aus der Mühle
  • 3 EL Erdnußöl
Portionen: Personen
Anleitungen
  1. Die dicke Haut rundum von der Zunge abschneiden.
  2. Das Fleisch in sehr feine Scheiben schneiden.
  3. Ingwer und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden.
  4. Rohrzucker, Sojasoße, Chili, Sake und Meersalz zu einer Marinade verrühren.
  5. Die Zunge in die Marinade legen und ca. 2 Stunden marinieren.
  6. Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden.
  7. Erdnußöl erhitzen, Knoblauch und Ingwer zugeben. Ca. 2 Minuten angehen lassen, aber nicht bräunen.
  8. Frühlingszwiebeln zugeben und weitere 2 Minuten unter Rühren braten.
  9. Methode Pfanne: Alles aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Einen Schuß Öl zugeben, hoch erhitzen, die Zunge schnell pfannenrühren. Am Ende die Knoblauch-Ingwer-Frühlingszwiebel-Mischung wieder unterrühren und die Marinade aufgießen. Salzen und pfeffern, sich alles schnell verbinden lassen und mit Reis servieren.
  10. Methode Wok: Knoblauch-Ingwer-Frühlingszwiebel-Mischung nach oben schieben. Einen Schuß Öl zugeben, hoch erhitzen, die Zunge schnell wokrühren und Marinade aufgießen. Am Ende die Knoblauch-Ingwer-Frühlingszwiebel-Mischung wieder unterrühren. Salzen und pfeffern, sich alles schnell verbinden lassen und mit Reis servieren.
Dieses Rezept teilen

Einen Kommentar abgeben

ähnliche Einträge