Seeigel

Seeigel

Sehe ich lebende Flusskrebse, Jakobsmuscheln oder Seeigel kaufe ich diese ohne groß nachzudenken.

Seeigel
Seeigel

Sehe ich lebende Flusskrebse, Jakobsmuscheln oder Seeigel kaufe ich diese ohne groß nachzudenken.
Was auch besser so ist, denn vielleicht würde ich es dann bleiben lassen.

Geplante Gerichte gibt es bei mir eh selten, meist ist erst das Fleisch oder der Fisch da,
dann überlege ich weiter was dazu passen könnten.
Aber um Schalentiere dieser Art muss man auch nicht viel herumkochen.
Denn ich liebe Krebse zu einem kleinen Salat, Jakobsmuscheln kurz in Butter gebraten oder roh als Sashimi und die Corail mit Olivenöl, Salz und Pfeffer zerdrückt auf Toast.

Den Seeigel esse ich gerne ohne alles, vielleicht ein Glas Weißwein dazu. Wie Austern.

Wo das Austern öffnen, gefolgt von Jakobsmuscheln, harmlos ist, müssen die Krebse ins kochende Wasser.
Und der Seeigel muss aufgeschnitten werden, wobei sich die Stacheln bewegen:
mit einer Küchenschere in das auf der Rundung oben gelegene Loch stechen, bis zur Mitte nach unten schneiden dann längs rundum mittig halbieren.
So kann der Deckel abgehoben werden, in dem auch schon das meiste der Corail liegt.
Etwas mehr davon befindet sich noch im nicht essbaren schlammigen Teil, was aber leicht unterschieden werden kann.

Es ist Tagesform abhänging, wie ich die Schalentiere angehe.
Wenn es befremdlich wird stelle ich mir vor, ich sei eine große Seeschnecke, die sich da auch nichts denkt.
Hilft ungemein, alles ist vergessen, der Seeigel war mit einem Spritzer Zitrone schnell gegessen und schmeckte seltsamerweise stark nach Lavendel.

 

Der feine Rogen
Der feine Rogen
Schon etwas befremdlich
Schon etwas befremdlich

 

Ich bin Petra Hammerstein, zwischen den Mahlzeiten führe ich unseren Fami­lien­betrieb, das Antiquariat Hans Hammer­stein in der Mün­chener Türkenstrasse. Mein Interesse gilt dem Essen und vom Mut anderer möchte ich erfahren.