Ein langes Wochenende in Paris

12. Februar 2020
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Nach langer Zeit war ich wieder einmal auf der Maison et Objet.
Mein Freund Bodo präsentierte dort mit Jarosinski & Vaugoin und Lobmeyr eine Gemeinschaftsproduktion auf der Messe.
Dazu noch eine neue Stoffkollektion für Nya Nordiska.

Wegen des großen Streiks war es gar nicht so sicher, ob die Anreise mit dem Zug klappt, was erst einmal das Wichtigste war.
Erst einmal angekommen in der Stadt kommt man schon rum und zurück nach München auch irgendwie.
Aber die Züge fuhren und pünktlich angekommen war ich dann doch leicht empört, dass mit der Metro nichts weiterging.
Mit meinem großen Koffer war der Fußmarsch ausgeschlossen, Busse fuhren eigentlich, kamen aber nicht, was ja logisch war bei dem Chaos.
Aber ich konnte einen Taxifahrer überreden mich trotz sternförmiger Protestmärschen, die alle Strassen abschnitten, zum Jardin Luxembourg zu bringen.

Koffer abgestellt und raus, die Sonne schien und der erste Spaziergang führte in die Église Saint-Sulpice, mit ihrem spektakulären Weihwasserbecken, der in Metall gefassten riesigen Muschel.
Gegenüber in den Buchladen, wo es mittlerweile auch eine Feinkostabteilung gibt, dann ein schönes Fischgeschäft mit frischen Schalentieren.

Es ging aber erst abends ins Restaurant.
Um ins Eels zu kommen mussten wir wieder auf die andre Flußseite, was nicht einfach war.
Gelohnt hat sich der Aufwand für den großartigen Aal mit einer Art Sauce Bearnaise.
Auch der Gruß aus der Küche, eine kalte rote Beete Suppe mit Korianderkraut war fein und interessant.

Was ich nicht mehr machen würde: das Überraschungs-Degustations-Menü bestellen.
Denn obwohl ich eigentlich alles esse, ein Bananendessert hätte ich mir nicht ausgesucht.
Bananen mag ich nicht besonders und es war zu mächtig am Ende.
Frisch: hauchdünner Kohlrabi mit Buttermilch.

Tendenziell beinhaltet mir persönlich der Küchenstil zu viele Nüsse, Maronen und Wurzelgemüse.

Schmeckt mir nur in Ausnahmefällen, weshalb eine rein regionale Küche im Winter für mich schwierig ist.

Ich mag keine Pastinaken oder Petersilienwurzeln, keinen Sellerie, gekochte Karotten nur in kleinen Dosen, rote Beete geht so usw.

 

Den Heimweg mussten wir wieder zur Hälfte zu Fuß antreten. Nicht wegen des Streiks, sondern vor dem Louvre wurden gedreht, weshalb die Durchfahrt für die Taxis gesperrt war.

 

Ebenfalls Rive Gauche: der Bio Marché Raspail. Immer schön die Mimosen und immer super: die Brathendl.

Das Wetter war gemischt die nächsten Tage, aber auch wenn es diesig ist, der Jardin de Luxembourg macht mir immer gute Laune,

Sowie ich das Panthéon immer sehr erhaben finde, ich muss mal wieder reingehen.
Was sich übrigens lohnt: das foucaultsche Pendel in der Mitte und die Gräber berühmter Franzosen, wie Rousseau, Voltaire, Hugo oder Zola.

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