Ein sommerlicher Ausflug ins Arte Mangiare zu Toni Krank

(Werbung – unbezahlt) Schöner als in Toni Krank’s Arte Mangiare in Mittergars kann
man einen Sommertag kaum verbringen.
Ich kam zu diesem Vergnügen auf verschlungenen Wegen: meine Freundin Dorothée
kannte Toni schon länger und war 2013 zum ersten Mal im Arte Mangiare.
Aber sie kannte auch meinen Kollegen Matthias Loidl, dem ich bis dahin noch
nie begegnet bin und nur über FB kannte.
Wo ich seinen Weg zum Bäcker bewundern konnte.

Matthias Loidl hatte nämlich neben seinem Antiquariat zu Backen begonnen,
und zwar in einem solchen Ausmaß, dass er eine Bäckerprüfung außerhalb
einer absolvierten Lehre machen musste, um sein Brot verkaufen zu können.
Wie sowas funktioniert sprengt hier den Rahmen, es ist auch keineswegs einfach,
aber er hat es geschafft.
Und so macht er jetzt offiziell das Brot für die Umgebung, auch das Baguette für Toni Krank.
In seiner Backstube bietet er einmal die Woche sein Brot zum Verkauf an.
Zu dieser Gelegenheit gibt es auch regional zugekaufte Wurst und Käse,
auch führt er feine Öle und ein kleines Sortiment an Feinkost-Spezialitäten.
Sein Blog: Backhausladen

Aber zurück zum Arte Mangiare:
Gelernt hat Toni Krank bei Otto Koch.
Seine Küche ist elegant, abwechslungsreich mit einen großen Vielfalt an Aromen.
Die Gänge kommen immer mit unerwarteten Kleinigkeiten, die den Teller dann
sehr besonders machen.

Angekommen im zauberhaften Garten setzten wir uns, ich hatte einen besonders
schönen Platz neben dem Birnbaum, der am Haus hochwächst.
Aus der Küche kam auch schon der frische Lavendeltonic auf Eis mit Goji-Beeren.
Ein eleganter Drink zum Einfinden.

Das Menü:

Der erste Gang: ein leicht scharfes Ruccolasüppchen, dazu drei verschieden Brote
und auch verschiedene Butter: Büffelbutter, die etwas mehr nach Fett schmeckt,
Salzbutter und „normale“ Bauernbutter.

Der zweite Gang, erfrischend: Ceviche vom Red Snapper mit Mango, Avocado,
Passionsfrucht, Erdnüssen und Weinbeeren.

Zu den weiteren Gängen kamen Wickelbrote im Körbchen, hier wurden die Zutaten wie Trüffelcreme oder Tomaten und Oliven in den Brotteig gewickelt und dann gebacken.
Wobei die Zutaten immer im Geschmack sehr frisch und deutlich blieben,
also nicht im Brotteig verschwanden.

Es folgte ein Wolfsbarschtatar auf lauwarmen Kartoffelstampf mit Struktur & Parmesan.

Elegant die Carne Salada vom Reh mit Schokoladensenf und Cassis.

Umwerfend: die klare Gaspacho, leicht gesulzt mit Pulpoarm, Rouille und scharfem,
geröstetem Papadam.

Es begann kurzzeitig zu regnen, weshalb wir für einen Gang nach drinnen umzogen.
In der gemütlich-eleganten Stube wurde der Steinbutt mit Estragonkruste,
Weißwein-Kaffirlimetten-Ingwersoße, Bohnen und warmen Melonenkugeln serviert.
Mein absolutes Lieblingsdetail war hier die Melone.

Wieder zurück im Garten aßen wir die überraschend gefüllte Zucchiniblüte:
Blüte, geräucherte Ente und Beurre Rouge verschmolzen hier ganz wunderbar.

Die selbstverständlich selbst gemachten Orecchiette mit Bouchot-Muscheln und argentinische Gambas kamen in einer Hummer-Bisque, welche alles perfekt vereinte.

Umwerfend tief und kräftig im Geschmack: die Wachtel mit Käsefonduta, Trüffel und dunkler Trüffelsoße.

Frisch folgte eine lauwarme Scheibe von der Ananastomate mit leicht süßem Basilikumpesto
und kühlem Tomaten-Ananas-Sorbet.

Das Schokoladensorbet auf Cassis und Brombeeren läutete den Schluß des Menüs ein und es folgte Tarte Tatin mit Schokolade und Pflaume, rotes Stachelbeersorbet, Rubi-Schokoladeneis,
Mousse au chocolate und Himbeeren.

Das Menü wurde von Eiswein und Espresso geschossen, einen Schnaps gabs auch noch.
Glücklich verließen wir das Arte è Mangiare und sprachen schon darüber, wann wir wohl wiederkommen könnten.

Info:
Im Laufe des Tages, der immer länger wurde, was ganz wunderbar war, hatte ich festgestellt,
dass es kein Mobilfunk-Netz gibt.
Da ich mich aber beruflich wie privat immer in einer Art Dauerkommunikation befinde hat mich diese Tatsache recht nervös gemacht.
Bis ich mir im Restaurant das Telefon geben haben lassen.
Wem es so geht wie mir: vor dem Weg nach nach Mittergars unbedingt abmelden,
dann folgt ein entspannter Tag oder Abend.

Wann Toni Krank kocht muss persönlich erfragt werden, er ist auch schon lange in Voraus ausgebucht.
Sein Restaurant in eigenen Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert in Mittergars (Oberbayern)
öffnet er in der Regel zweimal Monatlich für jeweils zwei aufeinanderfolgende Tage.

Arte è Mangiare
Toni Krank
Wasserweg 2
83559 Mittergars
artemangiare@t-online.de
Telefon: 08073-2548

Dorothée war ja schon 4x dort und hier sind ihre Berichte der vergangenen Jahre:
bushcookbushcookbushcook

Dieser Ausflug wurde komplett selbst finanziert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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