Im Weinberg bei Gilda und Salvatore Martusciello – Abends bei Sclavia

(Werbung Campagna Stories) – In der wunderschöne Umgebung von Neapel sollte man
natürlich auch Ausflüge unternehmen.
Ich wurde eines nachmittags von Gilda und Salvatore Martusciello im Hotel abgeholt
um den kleinsten ihrer drei Weinberge zu besuchen.
Je nach Verkehr dauert die Fahrt ca. 40 Minuten, es geht bergauf und von oben fällt
der Blick auf die Bucht von Neapel.

Der Himmel war leicht verhangen, zwischendurch kam die Sonne raus
und wir wanderten den die Terrassen hinauf, die gerade im Ausbau waren.
Zwischen den Weinstöcken wachsen dort Kräuter und andere Pflanzen,
gepflegt ist alles und spürbar, dass Salvatore Martusciello für den Wein lebt.
Wir fuhren weiter durch die Campi Flegrei, zur Azienda in Quarto.
Die Zeit war knapp, aber wir hielten kurz an, ich durfte aussteigen um Fotos
von der zauberhaften, auf Vulkangebiet liegenden Landschaft machen.
Viele Mythen gehen von ihr aus, auch wurde in früherer Zeit hier das Tor zur Hölle vermutet.

Angekommen steht bereits der klassische Imbiss zur Weinprobe bereit.
Wir beginnen mit Trentapioli, dem prickelnden L’Asprinio d’Aversa.
Berühmt und von Mario Soldati literarisch verewigt ist der L’Asprinio d’Aversa für seine Zitrusnoten bekannt.
Die Farbe strahlt in hellen Gelb, die Perlage von Trentapioli ist elegant.
Zu Zitrus kommen Aromen von Kräutern, er schmeckt leicht salzig
und verfügt über eine feine Säure.
So frisch und prickelnd ist die Empfehlung hier Käse, Krustentiere, Frittiertes, Fisch und Salami.
Vor allem zur Pizza war und ist der L’Asprinio d’Avers traditionell.

Spektakulär ist Pflanzung und Lese der VIGNETI AD ALBERATA.
Etwa 20 Meter hoch wachsen die Reben, gelesen werden die Trauben Mitte September
per Hand in Körben von 18 Kilo Fassungsvermögen, auf einer Leiter mit ca. 30 Sprossen.
Woher der Name „Trentapioli“ kommt: 30 Sprossen, was auch das Etikett wiedergibt.
Ein einzigartiges Produkt auf der Welt, hier ein kleiner Einblick.

Zum Thema Pizza: hier wären wir bei Otto Uve.
Der Gragnano besteht ebenfalls aus autochthonen Rebsorten, Otto Uve aus Suppezza, Castagnara, L’Olivella, Sauca, Surbegna, Piedirosso, L’Aglianico und Sciascinoso.
Es war traditionell der Wein zur Pizza, heute abgelöst vom Bier.
Weshalb sich die Antica Pizzeria Da Michele und Salvatore Martusciello zusammengetan haben um Trentapioli und Otto Uve wieder zur Pizza populär zu machen.
Der Gragnnano von der Halbinsel Sorrent ist untrennbar mit der Stadt Napoli verbunden,
mit seinen Aromen von Rosen, Veilchen und rote Beeren ist der Wein zur Pizza napoletana.
Berühmt ist Totò’s Satz „E se non è Gragnano, desisti“ aus dem Film „Miseria e Nobiltà“:
wenn es kein Gragnano ist lass es bleiben“.

Martusciello’s Weinberge liegen in den Campi Flegrei, auf Agro Aversano und der Penisola Sorrentina, ein kleiner Produzent mit Liebe zur Geschichte und Tradition.
70.000 Flaschen produziert der Betrieb, exportiert wird weltweit.

Settevulcani – Falanghina dei Campi Flegrei
Die Campi Flegrei liegen auf zahlreichen Vulkanen nahe am Meer im Nord-Osten von Neapel.
Der Boden ist demnach vulkanisch und sandig, die Reben werden wie vor 2000 Jahren gezogen und der Falanghina dei Campi flegrei ist berühmt für seine Frische und das Mineralische.

Settevulcani – Piedirosso dei Campi Flegrei
Im Piedirosso drückt sich der Boden der Campi Flegrei in seiner besten Form aus.
Der Name kommt von der Farbe der Trauben, die vor der Ernte die Farbe der roten
„Füße“ von Tauben annehmen.
Charakteristisch ist sein Geschmack von kleinen roten Früchten, Brombeeren, Morelle und Kirsche. Gelesen wird manuell ab der ersten Oktoberwoche in 20 Kilokörben.

Gilda hat mit noch eine Flasche Otto Uve mitgegeben, zu der mache ich demnächst eine Pizza.

Salvatore Martusciello

 

 

 

 

 

Die Fahrt am Abend zu Sclavia war etwas abenteuerlich.
Danilo Trabucco war unser Chauffeur, es gib bergauf, bergab über eine sehr hügelige Landschaft, losgefahren sind wir in der Dämmerung, als wir ankamen war es dunkel.
Danilo vertrat den Familienbetrieb bei der Weinprobe. Érre von Trabucco hatten wir bereits in Caserta im Glas, hier lernten wir den Falerno „Rapicano“ kennen.
„Frei wie der Falke, Solide wie der Turm“ heißt das Motto bei Slavia, produziert werden nur Weine aus autoctronen Rebsorten.
Natürlich war die Weinprobe thematisch entsprechend angelegt: Falerno, Pallagrello, Aglianico, Casavecchia.
Nach unseren eher analytischen Vormittagsproben machte es Spass, den Weinen in unkomplizierter Umgebung bei Slavia wiederzutreffen.
Toll dazu: einfach gegrillte Salsicce und Schweinebauchscheiben. Wovon kein Stückchen übrig blieb.

Sclavia

 

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