Südtiroler Schlutzkrapfen

Vielleicht sollte ich sie in der quadratischen Form auch nicht Schlutzkrapfen nennen, obwohl alles sonst dem südtiroler Rezept entspricht.
Begeistert bin ich trotzdem, denn essen möchte ich sie ab jetzt am liebsten täglich.

Die nächsten bekommen die klassischee Schlutzkrapfen-Form, ein halbmondförmiges Teigtäschchen, denn es gibt noch was zu üben,
hatte ich zu Beginn eigentlich einen anderen Schlutzkrapfen im Kopf:
mehr einem asiatischen Teigtäschchen ähnlich, der Teig daher sehr dünn
und sich an die Füllung anschmiegend, auch ohne Roggenmehlanteil und
daher hell.
Gegessen zum ersten Mal in Bozen vor langer Zeit, nie vergessen
und nie mehr so gefunden.
Meine hier waren zwar völlig anders, trotzdem aber eine sehr gelungene Annäherung.

An einen Roggenmehlanteil dachte ich zu Beginn meiner Forschung nicht,
beim Lesen verschiedner Rezepte aber war ich davon angetan,
Roggenmehl habe ich im Schrank für gelegentliche Verwendung, aber helle Nudeln sind mir immer sympathischer als die an Vollkorn erinnernden,
ich mag einfach keine Vollkornprodukte.
Anderseits ist es wie bei allem: Verwendung und Kombination, alles kann schmecken.

Der kräftigere Vollkornteig ergänzt sich fein mit der Spinat-Ricotta Füllung,
ihre Würze verleiht ihr der untergemischte Parmesan.

Bei den nächsten Schlutzkrapfen wir es ein heller Teig, die Form wie schon gesagt Halbmond, erst rund ausgestochen, dann gefaltet.
Und ich will den Teig eine Stufe dünner ausrollen, bei meinem Nudelaufsatz
für die Kitchen-Aid wäre das Stufe 5. Eventuell aber platzen die Schlutzkrapfen dann beim Kochen, aber mit etwas weniger Füllung kann das funktionieren.
Muss, denn der Teig meiner Erinnerung war einfach dünner.

Aber neben allen Phantasien: das Rezept lohnt sich zum Nachkochen, denn auch hier legt sich der Teig eng an die Fülle, beides im passendem Verhältnis.

Hier fehlt ein Bild mit Schnittlauchröllchen, was ich zwar auch hier gemacht hatte, aber versehentlich gelöscht.
Gibt es dann bei den nächsten Schlutzkrapfen.

Rezept

keine Mengenangabe

Südtiroler Schlutzkrapfen

  • 200 g Roggenmehl
  • 150 g Weizenmehl 
  • 1 Ei
  • 2 EL Öl
  • Wasser nach Bedarf
  • 200 Gramm gekochten Blattspinat
  • 150 Gramm Ricotta
  • 1 große Schalotte
  • 3 EL Parmesankäse
  • Salz
  • Muskatnuss,
  • Schnittlauch
 
  1.  Mehl, Ei, eine gute Prise Salz und Öl zu einem Teig verkneten. Bei Bedarf etwas Wasser zugeben
  2. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten ruhen lassen
  3. Vom Blattspinat die groben Stiele entfernen, gut waschen und in leicht gesalzenem Wasser ca. 4 Minuten kochen. Abgießen, abkühlen lassen, dann gut ausdrücken und hacken
  4. Schalotte schälen, sehr fein würfeln und farblos in wenig Öl anschwitzen
  5. Spinat in einer Schüssel mit Ricotta, Parmesan, Schalotte, ca. 4 Gramm Salz und einer Prise Muskat vermischen
  6. Teig dünn auswalzen (mit der Nudelmaschine erst 3x auf Stufe 1, 2x auf Stufe 2, 2 x auf Stufe 3 und 2x auf Stufe 4) und auf eine leicht bemehlte Fläche legen
  7.  Auf eine Hälfte die Spinatfülle verteilen (ca. 1/2 TL pro Schlutzkrapfen), die zweite Hälfte auflegen, seitlich und um die Füllung etwas andrücken damit sich die Schlutzkrapfen gut ausstechen lassen
  8. Die Luft seitlich aus den ausgestochenen Teigtaschen vorsichtig ausdrücken, notfalls ganz aussen ein kleines Loch mit einem Zahnstocher einstechen, dieses aber wieder gut verschliessen
  9. In Salzwasser kochen, beim Herausheben gut abtropfen lassen und in Butter schwenken
  10. Mit Parmesankäse und fein geschnittenen Schnittlauchröllchen servieren

2 Kommentare

  • 4 Jahren ago

    Liebe Petra,
    es ist gleich viertel vor eins in der Nacht und du hast es mit deinen leckeren Beschreibungen und den verführerischen Fotos geschafft, dass ich jetzt Lust auf Schlutzkrapfen habe!!!!
    Vielen Dank auch 🙂
    Die Kombi von Roggen- und Weizenmehl finde ich toll, ich mag das!
    Liebe Grüße
    Janke

    • Petra
      4 Jahren ago

      Freut mich, auch wenn’s spät ist..! Ich könnte auch jetzt noch eine Portion vertragen, waren sehr gut… LG Petra

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