The Five Fields

Selten habe ich so schöne Kombinationen auf dem Teller gesehen wie im Five Fields.
Dort ist ein Gericht hübscher als das anderes, und auch geschmacklich ebenfalls so elegant.

Der Haupteigner, Taylor Bonnyman, kochte zuvor im Corton , New York, Chefköchin ist Marguerite Keogh, vorher im „The Berkeley“

Gemüse und Kräuter werden im eigenen Garten in East Sussex gezogen, der Name des Restaurants lehnt sich an die historische Bezeichnung der Gegend um 1850.

Wir hatten das kleinere Menü für 45 Pfund (3 Gänge) bestellt, ich weiß nicht, was beim großen 8 gängigen Menü erst aufgefahren wird.

Ich erinnere mich nicht mehr an die einzelnen Pürees, Schäume und kleine Soßen.
Und das ist gut so, keine hervorschmeckenden Gemüsesorten, dafür sich perfekt ergänzende Zusammenstellung, verschiedene Konsistenzen, und vor allem eine wie für mich gemachte Geschmacksrichtung.

Nach den grünen, frischen Oliven und der Weinauswahl kam der Gruss aus der Küche.
Leider kann ich nicht mehr genau sagen, was es genau war:
nur noch, dass das luftige Gebäck mit einer Käsecreme gefüllt war und die Bällchen bestanden aus paniertem salty beef.

Ich konnte mich schwer entscheiden, Rock Pool war ein großer Favorit unter den Vorspeisen, Jakobsmuscheln ebenfalls.
Nur hatte ich auf dem Borrough Market einige Stunden zuvor erst noch vier Austern gegessen, (die gingen noch, denn mittags war ich ja schon im St. John), so habe ich die Wachtel genommen.
Wir waren die ersten im Lokal, so konnte man noch keine Teller an den Nachbartischen oder Vorbeigetragene sehen. Wir waren also völlig ahnungslos.

Zuerst kam Bodo’s Foie Gras, ich war extrem neidisch und wollte das schöne Teller auch.
Probieren dürfte ich natürlich, die Stopfleber mit Glasur schmeckte wunderbar, dazu auch der kleine Garten aus verschiedenen Gemüsen, Miniaturgurken und Blüten.
Als die gebratene Wachtel kam war ich jedoch versöhnt, mit den Pilzen, kleine Pürees und der Soße ganz großartig.

Bei den Hauptgerichten war es nicht anders: schwierige Entscheidung, alles gleich fein.
Ob meine Dover Sole mit Austernblatt, Tim’s Hühnchen oder Bodo’s Steinbutt,
alles in sich so stimmig und jeder war glücklich mit seinem Gericht.

Normal lasse ich das Dessert gerne aus, nehme Käseplatte oder trinke Schnaps und Kaffee, hier nicht: Rhabarber und Safran zusammen schmeckte toll, die salzigen Milchkrümel mit Milcheis und Beeren ebenfalls.

Zum Kaffee gab es noch Trüffel und Marshmallows, habe ich auch alle gegessen.

Später konnten wir die anderen Gerichte noch an den Nachbartischen sehen, ich wäre gerne an den nächsten Tagen wiedergekommen und hätte die Speisekarte rauf und runter gegessen.

Das hier benutzte Geschirr stammt zu einem Großteil von meinem Freund Bodo Sperlein.

 

  • Bodo Sperlein
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  • londonfoodaholic

     

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    2 Kommentare

    • kh
      5 Jahren ago

      Wie schön! Da muss man hin!

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