Betrunkenes Hühnchen

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Sehr blass, aber fein


Ich habe eine Vorliebe für Drunken Chicken.
Hier nicht einfach zu bekommen wollte ich es lange schon selbst machen, denn schwierig ist es nicht.
Nur mag niemand mitessen und ich dachte immer, was soll ich mit einem ganzen betrunkenen Hühnchen?
Bis mir die Idee kam: ein Stubenküken ist die ideale Portion für mich, aufgeteilt auf zwei Tage.
Eigentlich ein traditionelles Gericht aus Shanghai habe ich mich ungefähr an das Rezept auf tastehongkong gehalten, aber im Prinzip sind alle Rezepte, die sich finden, sehr ähnlich.
Nur hatte ich keine goji berries, was aber geschmacklich wohl nicht wichtig zu sein scheint,
sie eignen sich zum Garnieren.
Nur ist optisch hier für unser Empfinden (nicht meinem) eh nicht viel rauszuholen, denn ein derart blasses gekochtes Huhn findet meist wenig Anklang.
Die Haut ist großartig, etwas fett und durch den Shaoxing Wine besonders aromatisch, aber als ich meine Mutter probieren ließ hat sie die als erstes abgezogen: zu laff….

Gelegentlich wird in Rezepten der Shaoxing wine durch Sherry ersetzt, was ich nicht empfehlen würde. Shaoxing Winehat verfügt über einen besonderen Geschmack, der unbedingt zum Drunken Chicken gehört.

Die erste Portion habe ich mit den asiatisch angehauchten Schwarzwurzeln gegessen, zur zweiten Hälfte wünsche ich mir morgen eine Soße, die es noch zu finden gilt.
Schmeckt aber pur nur mit Frühlingszwiebeln ganz großartig.

 

  • tastehongkong drunken chicken
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    Das Stubenküken salzen und ziehen lassen

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    Im Ingwer-Frühlingszwiebelsud köcheln lassen

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    In Eiswasser kühlen

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    mit der Marinade begießen

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    Ich habe ein Einmachglas verwendet

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    Nach 24 Stunden

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    Aufgeschnitten und sehr zart

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    Mit Soße aus der eingekochten Marinade

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    Rezept für zwei Personen

    Betrunkenes Hühnchen

    • 1 Stubenküken
    • ein Stück Ingwer ca. 2 cm
    • 2 Frühlingszwiebeln
    • 0,5 L Hühnerbrühe oder Brühwürfel
    • 10 Pfefferkörner
    • 0,25 L  Shaoxing Wine
    • 0,1 L asiatische Fischsoße
    • 1 TL Zucker
    • 1 TL Salz
    • Eiswürfel

     

    1. Das Hühnchen waschen, trockentupfen und mit Salz bestreuen. Eine Stunde ziehen lassen
    2. In einem Topf Wasser mit dem Ingwer und der kleingeschnittenen Frühlingszwiebel zum Kochen bringen, das Huhn einlegen und mit einem Deckel schließen
    3. Aufkochen lassen, die Hitze reduzieren und für eine 1/2 Stunde nur noch simmern lassen
    4. Das fertige Huhn herausnehmen und in eine Schüssel mit Eiswasser zum Abkühlen legen
    5. In einem Topf Hühnerbrühe, Fischsoße, Zucker, Salz und Pfefferkörner zum Kochen bringen. Dabei darauf achten, dass sich Zucker und Salz auflösen
    6. Abkühlen lassen, es sollte salziger als eine Suppe schmecken. Falls noch nicht salzig genug etwas nachsalzen
    7. Shaoxing Wine zugeben und in ein Gefäß abfüllen wo das Huhn komplett versenkt werden kann (ich habe ein Einmachglas mit verschließbaren Deckel verwendet)
    8. Huhn einlegen und 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen
    9. Huhn herausnehmen (Sud weggießen), zerlegen und servieren

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    • Rolf Brunner

      Hallo Petra,

      ich erlaubte mir einen Link in http://wp.me/p2ljyL-1bP.

      Mit freundlichen Grüssen, Low

    • Pingback: Shao Xing | hinterindien

    • Barbara Furthmüller

      Das esse ich auch immer wieder gerne, hab’s allerdings noch nie selbst gemacht. Danke fürs Ausprobieren und fürs Rezept. Ich finde auch, dass man Shaoxing Reiswein nicht durch Sherry ersetzen sollte. Er ist ja auch in Deutschland inzwischen leicht zu kriegen.

      • Petra

        Ja, Sherry ist völlig anders, der Reiswein macht den Geschmack aus. Ist ja selten, dass man es hier auf der Karte findet, hast Du es in Asien gegessen? Liebe Grüße Petra