ProWein – Tag II

Besonders schön an der ProWein sind die geführten Verkostungen.
Zuviel darf man sich zwar nicht vornehmen, die Zeit ist knapp, das Angebot groß und ich plane das im nächsten Jahr noch etwas besser.

Manchmal hilft der Zufall, wie beim Frankenwein.
Am VDP Stand traf ich Susanne Platzer, die mir eine Silvanerprobe in zwei Stunden vorschlug.
Klang super, Sommerlier Andreas Röhrich, sonst im münchner Broeding tätig, führte durch die Weinprobe.
Es ist ja privat kaum möglich, so viele verschiedene Silvaner zu vergleichen. Und zudem so spannend ausgewählt.

Zum Thema Silvaner hier noch etwas. Spargel liebt Silvaner.

Weiter ging es zu Endrizzi.
Immer erfrischend ist ein Schluck Trentodoc, zu Hause eher eine Seltenheit.
Eine Neuigkeit bei Endrizzi ist Dalia Dalis. Unkompliziert, frisch und floral, mit 12,5 % Alkohol. Vereint Chardonnay, Sauvignon Blanc & Nosiola und passt zu allem.
Ich habe eine Flasche und überlege was ich demnächst dazu koche. Vermutlich die bereits eingelegte Zickleinlunge in cremiger Soße.

Daniele Endricci hat auch was neues produziert, einen unkomplizierten Rotwein.
Black Tongue soll einfach getrunken werden, ohne großes Weinblabla.
Abends war ich noch auf der Standparty von „Same but different“.

Für die nächste Probe ging es zu Hirschweine am Stand der Jungwinzer.

Kräftig und ausdrucksvoll sind die Weine von Christian Hirsch.
Saftig und nach Erdbeeren schmeckt sein Rosé. Frühlingshaft und sommerlich super zu Salat, Huhn oder Spargel.
Toll der pfeffrige Lemberger mit Noten von dunklen Beeren, vor allem die Brombeere setzt sich hier durch.
Sauvignon Blanc „Virginia“ Erste Trauben ist spritzig, frisch, verfügt geschmacklich über tropischen Früchte und viel Stachelbeere. Was ich besonders gerne habe.
Schön war’s mit Christian Hirsch, viel Zeit hat er sich für mich genommen, vielen Dank.

Bei Alois Lageder habe ich einen kleinen Vorgeschmack auf die Summa mitgenommen. Wo die Vorfreude auch schon groß war.
Der elegante Sauvignon Blanc schmeckt hier nach Südfrüchten, Stachelbeere und Holunderblüte. Spannend ist Casòn, aus kontrolliert biologisch-dynamischem Weinbau (Demeter-Zertifizierung), die Trauben: Viognier, Petit Manseng und Rebsorten aus Versuchsweinbergen (Marsanne, Roussanne, Chenin Blanc u.a.) als Traubenverschnitt gekeltert. Quitte, Mango und etwas Holz schmecken schon sehr aromatisch, trinkreif aber eigentlich erst ab 2016.
Mehr dann von der Summa der Tage.

Das Consorzio delle DOC del Friuli Venezia Giulia lud zur Verkostung von Weinen aus dem Friaul, hierzu aber erst einmal der interessante Link zur Friuli Via dei Sapori. Darüber gibt es auch demnächst estwas hier.
Und ich plane in den nächsten Monaten eine Reise ins Friaul mit dem Tasty Bus vor und berichte vorher.

Schon die Lage der Distillerie Berta ist ungewöhnlich. Trester-Brennereien liegen traditionell gerne im Veneto, Berta dagegen im Piemont.
Der Pionier des gereiften Grappas produziert seit über 50 Jahren als Familienbetrieb.
Die ist Grappa-Palette groß, eine Grappa-Probe bei Berta macht großen Spaß!
Sehr fein auch der Amaro „Amaro Riserva Berta, il 28 di Via San Nicolao“.
Das kann auch alles im Piemont versucht werden, Berta verfügt über eine Villa mit luxuriösem Spa und Übernachtungsmöglichkeit, Spezialität ist die Grappatherapie zur äusserlichen Anwendung.
Die Antioxidationseigenschaften die in den Trauben enthalten sind, werden in Bädern, Fangos, Massagen, Cremes und Packungen eingesetzt.

Besonders feine Chianti produziert man auf Castello Meleto.
Bestehend aus 85 % Sangiovese 85% und 15% Cabernet Sauvignon schmeckt der Chianti Classico nach dunklen Beeren, Gewürzen und Balsamico, begleitet von feinen Tanninen.
Der spontan vergorene Camboi hat mindestens 20 Tage Kontakt mit der Schale.
Später für 12-14 Monate in französischen Eichenfässern gereift, die Traube 100% black Malvasia, verfügt der Wein über einen kräftigen Alkoholgehalt, über samtige Tannine und Aromen von roten Früchten.
Die Chianti Meleto und Vigna casi sind nicht weniger interessant, der Meleto Borgaio ist unkompliziert, mit feinen Feilchennoten und sanften Tanninen, zu einfachen Gerichten wie Pizza und Pasta perfekt.
Zu beziehen sind die Weine hier über das Frischeparadies

Auf dem Schloß kann in Appartements, Zimmern oder Agrotourismus übernachtet, getagt und geheiratet werden.
Galadiners und Feste finden dort statt, Pool gibt es auch.
500 Meter vom Schloss liegt das Restaurant „La Fornace di Meleto“ entfernt, wo beispielsweise die klassischen Pici auf den Tisch kommen, dazu ein eigen produziertes Olivenöl.
40 Schweine der Schweinerasse Cinta Senese leben in einem 4 Hektar großen Wald in der Gegend von Molin Lungo. Aus denen nach frühestens 12 Monaten typisch toskanische Salami und Schinken gemacht wird.

Ich sehe schon, ich muss nach Italien!

Der Tag fand seien Ausklang auf der Party der Sommelier Union.
Lange habe ich es dort auch nicht mehr geschafft, ich habe noch einiges probiert, bin aber hinsichtlich des nächsten Messetages und der am Abend angelegten Heimreise einigermaßen brav nach Hause gegangen.

Deshalb gibt es morgen och einen Bericht….



Kommentar verfassen

ähnliche Einträge

%d Bloggern gefällt das: