Vinitaly 2022

Nach einer langen, schwierigen Zeit ohne gemeinsame Tastings und Messen war die Freude groß ein paar Tage in Verona auf der Vinitaly zu verbringen.

Gute sechs Stunden dauert die Fahrt mit der Bahn von München nach Verona, ich mag die Strecke, die erst durch Österreich und dann über den Brenner durch Südtirol führt.

In Verona angekommen schien die Sonne, es war wunderbar warm, aber viel draussen würde ich nicht sein die nächsten Tage. Was mir nichts ausmachte, ich freute mich auf die Messe.

Bis zum abendlichen Treffen im Hotel konnte ich mich dort gut akklimatisieren und in den verschiedenen Länderpavillons Interessantes probieren.

Im Hotel kam zu Häppchen, Nudeln mit Fischragout und einem ungewöhnlichen Fleisch-Risotto, vermutlich mit Innereien, verschiedenes ins Glas: Asti Spumante, Franciacorta, Prosecco, Pinot Grigio, Montepulciano d’Abruzzo und Chianti.

Zu knusprigen Grissini und Blätterteiggebäck fingen wir erst mit einem eleganten Glas Franciacorta an, auf der Messe begann der erste Rundgang ebenfalls bei Franciacorta .

Zum Nudelgericht nahm ich einen Schluck fischen Pinot Grigio, einen Chianti zum fleischigen Risotto und zum Dessert noch den “Asti Cuvée 24 Mesi Metodo Classico”.

Süß, aber mit der entsprechenden Säure und der leicht hefig-brotigen Note des Metodo Classico.

2021 wurde der Prosecco-Rosé zugelassen, der auch auf der Messe im eigenen Prosecco Pavillon vorgestellt wird. Ein gut produzierter Prosecco hat nichts mit dem üblichen Supermark-Prosecco gemeinsam, den es noch vor Jahren gab.

Mit vielen Auflagen wurde der Billigpantscherei der Kampf angesagt, etwa darf Prosecco mittlerweile nicht mehr in Dosen abgefüllt verkauft werden.

beim nächsten Tasting auf der Terrasse stellte uns Anna Spinato ihren eleganten, frischen Prosecco vor. Organic, Brut, 100 % Glera mit nur 11% Alkohol, kostet um die 10 €.

Feine Perlage und elegant der Prosecco von Sorelle Bronca: Valdobbiadene Prosecco Superiore Brut DOCG. Feiner Essensbegleiter zu Schalentieren mit Meeresfrüchten.

Cremig, feinfruchtig, weiße Blüten, lang anhaltende Perlage, ein Glas De Stefani Valdobbiadene Prosecco Superiore Rive di Refrontolo Millesimato Extra Brut ist perfekt als Aperitif oder als Speisenbegleiter zu Fisch oder weißen Flesich.

Wie schon erwähnt, auf der Messe war die erste Anlaufstelle: Franciacorta. Nicht, dass es da einen Plan gab, die Halle lag sehr präsent hinter dem Eingang und nach der Ankunft ist mittags gegen ein Glas mit feinen Bubbles nichts zu sagen.

Sehr besonders: Clarabella Èssenza DOCG. Bio, Dosage, viel Hefe und Brioche, auch feine Fruchtnoten von Mirabelle und etwas Zitrus. Ungewöhnlich auch: bei Clarabella handelt es sich um eine Cooperativa.

Zurück auf der abendlichen Terrasse: nach Prosecco gab es zu Häppchen verschiedene Weißweine: Pinot Grigio, Soave und auch ein Manzoni Bianco.

Manzoni Bianco, eine Kreuzung von Riesling und Pinot Blanc, entwickelte Luigi Manzoni um 1930 in Conegliano. Gefiel uns besonders gut, am nächsten Tag schaute ich auf der Messe nochmal beim Weingut Rechsteiner vorbei.

Rechsteiner Carménère DOCG Venezia, ein vielseitiger Rotwein mit Noten von Pfeffer und Paprika mit schönen Rubinrot. Schmeckt sicher auch leicht gekühlt, perfekt auch zum Grillen.

Zu vorangeschrittener Zeit gingen wir zum kräftigen Rotwein über, Amarone della Valpolicella und Valpolicella Ripasso dürfen nicht fehlen im Veneto.

Zuerst “I Campi Valpolicella Ripasso Superiore Campo Ciotoli”, tiefdunkel, dunkle Kirsche und dunkle Beeren, Plaume, etwas Tabak und Eiche, rund uns ausgewogen.

Zum Schluß der Amarone von Santa Sofia. Üppig, dunkle Beeren, Leder, Schokolade, würzig durch Aromen von Pfeffer, Lorbeer, der perfekte Abschluss des Abends.

Ich bin Petra Hammerstein, zwischen den Mahlzeiten führe ich unseren Fami­lien­betrieb, das Antiquariat Hans Hammer­stein in der Mün­chener Türkenstrasse. Mein Interesse gilt dem Essen und vom Mut anderer möchte ich erfahren.

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