Basilicata Stories 2018 in Napoli und Caserta

(Werbung – Wein – Basilicata Stories)
Vom Flughafen Napoli-Capodichino ins Zentrum sind es knapp 10 Kilometer.
„La citta si allargava e mangiava l’aeroporto“ meinte der Taxifahrer dazu.
Der interessante Friedhof Poggioreale liegt gleich neben dem Flughafen, aber dazu
war auf dieser Reise keine Zeit.

Für die nächsten 5 Tage sollte der komfortable Palazzo Caracciolo – Sofitel das zu Hause sein.
Am frühen Abend kamen alle Eingeladene bei einem leichten Abendessen zum ersten Tasting zusammen.

Verschiedene Rotweine aus unterschiedlichsten Lagen der Region Basilicata, vor allem den autochtronen Aglianico del Vulture aus dem Norden, Taurasi und Primitivo.

Am nächsten Morgen war ein ausgiebiges Frühstück notwendig, denn die im Hotel anberaumte Weißweinprobe von 109 Weißweinen brauchte Unterlage: auf der Liste standen Greco di Tufo, Falanghina, Fiano del Avellino, Asprinio, Coda di Volpe, Pallagrello Bianco.

Ich habe mich auf der Reise sehr über das Wiedersehen mit Nanyoung Baek gefreut,
gemeinsam mit ihr machten die Proben besonders Spaß.
Wir entschlossen uns, nicht nur ausgesuchte Weine, sondern alle Weine auf der Liste abzuarbeiten. Gut auch dass die unterschiedlichen Weine auch in ihre Gebiete aufgeteilt waren.
So stellte sich nach etwa 8 verschiedenen Gläsern eine gewisse Routine ein und bevor Langeweile aufkam hatte man etwas über Lage, Boden und den zugehörigen Geschmack begriffen.
Ein kurzer Austausch mit Nan, welche Weine wir am besten fanden, dann ging es zur nächsten Gruppe.
Die Weinberge liegen auf vulkanischem Boden, das Klima ist je nach Lage unterschiedlich.
Die Jahrgänge sowieso, eine intensive Probe, die zwei Tage später mit Rotwein fortgesetzt wurde.

Lieblingsweine der Weißweinprobe:

Spumante:

Salvatore Martusciello, Trentapioli, Asprinio di Aversa

Di Meo, Fiano di Avellino Colle dei Cerri 2007
Feudi di San Gregorio, Irpinia Bianco Campanaro 2016
Alois, IGP Terre di Volturno Pallagrello Bianco Caiati 2016
Sanpaolo di Claudio Quarta, Greco di Tufo Claudio Quarta 2016
Noluré, Greco di Tufo VentiCinqueDodici 2016

Eine Tour durch Stadt machten wir natürlich auch, vorbei an Palazzi, Sprayerkunst,
Kirchen, ein auf und ab durch die Strassen Napolis.
Touristisch und trotzdem schön ist die Via San Gregorio Armeno, auch Spaccanapoli genannt,
was bedeutet, dass die Strasse hier die Altstadt in Nord und Süd teilt.

So kitschig hier vieles ist oder vielleicht auch scheint, es existieren einige traditionelle handwerkliche Betriebe, die Krippenfiguren nach alter Tradition herstellen.
Ich interessiere mich nicht sonderlich für Krippen, weiß aber, dass die Presepe Neapolitanae weltberühmt sind.
Krippenfiguren in Form etwa von Pizzabäckern kommen oft als Touristennippes daher,
sind aber in anderer Form tatsächlich ein Bestandteil einer Krippe.
Dort ist schon immer der Alltag zu Hause: der Lebensmittelladen, die Kneipe, Verkäufer
von Waren aller Arten, die Metzgerei wie der Fischstand.
Und das fand ich alles spannend, vor allem beim König der Via San Gregorio Armeno
oder der neapolitanischen Krippen: Marco Ferrigno.
Ferrigno sind die Meister der traditionell aus Terracotta, Holz, Hanf, Drat und Seide
aus Caserta hergestellten Figuren. Berühmt auch in der internationalen Presse.

Wie der Pizzabäcker in der Krippe seinen Platz hat, fertigt man bei Ferrigno auch Figuren
der Zeitgeschichte oder auf Anfrage und Bestellung. In der Werkstatt wird nach
Illustrationen in Büchern, Bildern oder Fotos auf dem Tablet gearbeitet.
Ich hätte gerne Lebensmittelverkäufer, den Fischstand und die Metzgerei.

Marco nahm sich viel Zeit, führte uns in die Werkstatt im ersten Stock und ließ Espresso
aus der Nachbarschaft bringen.
Beim Kaffee erklärte er uns die Herstellungsweise der Figuren und schenkte uns zum Abschied einen Glücksbringer.
Sehr gute Adresse für ein Mitbringsel.

Eine sehr große Krippe steht in einer großen Glasvitrine am Ende des Rundgangs im Königspalast von Caserta.

Der ehemalige Sitz der Bourbonen ist eines der größten Schlösser Europas, Baubeginn war 1751.

Über die Prunktreppe geht es in die königlichen Appartements, genau gesagt das alte und das neue Appartement, von insgesamt 1200 Räumen sind aber nur ein Bruchteil begehbar.

Sehr prachtvoll ist alles, in großen Ausmaßen angelegt, Prunk überall wie auch schönste Deckenfresko und Kunstwerke.

Der Barockgarten war leider nicht zu besichtigen, was aber sicher extra 2-3 Stunden
in Anspruch nehmen würde.

Eigentlich wie in Versailles, das (wie zu seiner Zeit eigentlich überall in Europa) hier eines der Vorbilder bei Bau war.

Für einen feinen Imbiss sorgte die mit einem Michelinstern ausgezeichnete Köchin
Rosanna Marziale.
Ihr Restaurant befindet sich ebenfalls in Caserta, das Le Colonne Marziale wird als Familienbetrieb geführt. Sie schreibt auch einen persönlichen Blog und ist Botschafterin der Mozzarella di Bufala Campana DOP.
Was sie in ihren Häppchen hat einfließen lassen.
Ein interessanter Artikel über Rosanna Marziale in der FAZ hier.

Beschlossen wurde der Tag in der schon historischen Pizzeria Da Michele, gegründet 1870.
Pizza mit Tomate oder Mozzarella di Buffala, oder am besten halb/halb.
Besonders toll fanden wir das eiskalte Bier dazu, da brach geradezu kindische Freude aus.

Ich danke Miriade & Partners für die Einladung zur Pressereise Basilicata Stories.

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