Christian Dior und „Frisée aux lardons“

9. Oktober 2019
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Dior Maison produziert zwar einiges an Geschirr, aber es existiert kein Gericht „A la Dior“.
Die Ausstellung im Victoria & Albert Museum ist zwar schon vorbei, ich habe es bei meinem letzten Londonbesuch gerade noch geschafft.
Im Members‘ Room begann die Ausstellung mit einer französisch inspirierten Speisekarte, ich bestellte „Frisée aux lardons“, was mich mich immer an Paris erinnert: Frisée Salat mit Speck, Ei und Croutons.

Christian Dior sah in seiner Zeit als Modedesigner für mich immer gleich aus: älter als in Wirklichkeit, über Jahre hinweg ohne große Veränderung.
1905 als Sohn eines Industriellen in der Normandie geboren, wollte Dior eigentlich Architekt werden.
Auch betrieb er 1928 in der Rue La Boétie Rive Gauche eine Kunstgalerie und war eng mit den Surrealisten verbunden.
Worauf sich in diesem Jahr der Surrealistische Christian Dior Ballim Musée Rodin bezog.
1932 geht die elterliche Familie bankrott, die ehemals Düngemittel herstellte und um ihr prächtiges Anwesen die entsprechenden Gärten gestaltete.
Pflanzen und Blumen inspirierten ihn zeitlebens und die Blumenmotive finden sich immer wieder in seinen Kreationen.
Dior entwarf auch ein Modellkleid, das Prinzessin Margaret an ihrem 21. Geburtstag 1951 trug.
Der Tüll war mit Strohblumen bestickt, war sich wieder auf die Surrealisten bezieht, in deren Kunst die Verwendung von Stroh ebenfalls eine Rolle spielte.

Seine erste Kollektion 1947 nannte Dior „Blütenkelch-Linie“, im gleichen Jahr lancierte er den Damenduft Miss Dior, Blooming bouquet ist bis heute erhältlich und auch die Blumen kehren durch die Kollektionen aller folgenden Designer wieder.
Bereits 10 Jahre später starb Dior 1957 im Alter von 52 Jahren.
Nach seinem Tod übernahm sein Assistent Yves Saint Laurent die Leitung ds Hauses, ihm folgten Marc Bohan, Gianfranco Ferré, John Galliano, Raf Simons und die heutige Kreativdirektorin Maria Grazia Chiuri.
1970 entwarf Marc Johann die erste Herrenkollektion für Dior, ihm folgten Gérard Penneroux, Dominique Morlottie, Patrick Lavoix, Hedi Slimane, Kris Van Assche, Kim Jones ist der aktuelle Kreativdirektor von Dior Men.

Die Ausstellung zeigte einen Querschnitt durch alle Epochen des Couture-Hauses, inclusive der ersten Modelle aus Mousseline. In den Vitrinen waren von Fotos bis über Schuhe und Handschuhe, Hüte, kleine Modellkleider, Parfumflakons und sogar ein Fläschchen Filmblut ausgestellt.

Im V&A befindet sich das älterstes Museumscafé der Welt, die zauberhaften Räume sind ausgestattet von James Gamble, William Morris und Edward Poynter, was alleine einen Besuch wert ist.

Immer gut besucht ist es schwierig hier Bilder zu machen.
Was auch nicht nötig ist, denn unter History of the refreshment rooms findet man Bilder ud die Geschichte der Räume.

V&A Café

Auf dem Weg zur South Kensington Tube Station kann ich einen Abstecher bei „South Kensington Books“ empfehlen.
Ich habe ein mindestens 5 Kilo schweres Kochbuch gekauft, den Klassiker „The Constance Spry Cookery Book“ und ein Poster mit Cocktails drauf.

Und ich mache mir bestimmt demnächst wieder einen „Frisée aux lardons“, der wirklich simpel ist:

Eier pochieren und in warmen Wasser warm halten.
Einfacher ersatzweise: Eier (pro person 2 Stück) 8 Minuten kochen, auskühlen lassen und schälen.
Frisée putzen und waschen.
Trockenschleudern und mit Essig, Öl und Salz anmachen.
Weißbrot entrinden und in Würfel schneiden.
Ca. 2 mm dicke Speckscheiben ind stücke schneiden und in einer Pfanne ohne Fett knusprig anbraten.
Speck aus der Pfanne nehmen und di Weißbrotwürfel im Speckfett unter Zugabe von etwas Butter knusprig braten.
Eier (gekochte Eier vierteln) mit den Speckstücken und den Weißbrotwürfeln zum Salat geben.

 

 

 

 

 


 

 

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