Yak-Gulasch mit Blaukraut

4. Dezember 2013
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Semmelknödel passen am besten
Semmelknödel passen am besten

Oder Spätzle.
Bevor ich die Reise zum Bodensee angetreten habe gab es natürlich noch etwas vom kurz zuvor gekauften Yak-Fleisch.
Der Rest vom 5 kg Paket kam in die Gefriertruhe, dort liegen nun Knochen, noch ein Paket Gulasch, Bratenstücke, dazu Teile für Gesottenes und warten auf Rezeptideen.

Aber ein Paket Gulasch musste unbedingt noch zubereitet werden, zu gespannt waren wir auf das Yakfleisch.

Das Rezept ist inspiriert von meiner Freundin Stoika, die nicht allzuviel kocht, zuweilen aber gerne Gäste bewirtet.
Bei ihr gab es diese Art Gulasch, das Rezept dazu hatte ich vor einiger Zeit hier schon veröffentlicht, damals aber mit Rindfleisch.

Stoika stammt aus Sofia, ich weiß nicht, ob es ihre Idee war oder ich es dazu interpretiere: Sauerrahm darf (wie oft in der östlichen Küche) nicht fehlen.

Aber noch eine Zutat kam aus anderer Quelle inzwischen hinzu: Hollundersaft.
Und zwar auch aus einem Blaukrautgericht von Stevan Paul, serviert bei einer Lesung in Sebastian Dickhaut’s HUKODI.
Ob mit Rind, Yak oder vielleicht Hirsch zubereitet: es ist nicht einfach, Geschmack in dieses Gericht zu bringen, Rindfleisch ist noch am kräftigsten.
Aber es liegt auch am Blaukraut, finde ich immer etwas problematisch und ist für mein Empfinden deshalb gerne überwürzt mit Gewürzen, Honig und Orangensaft.

Deshalb aus Knochen (am besten vom Tier im Topf) einen Fond kochen und damit aufgießen.
Kräftiger Rotwein und Hollundersaft helfen, und etwas Blaubeergelee verleiht eine leicht herbe Süße.

 

Blaukraut kleinschneiden
Blaukraut kleinschneiden
Gulaschstücke vom Yak
Gulaschstücke vom Yak
in der Pfanne anbraten
in der Pfanne anbraten
Gewürze zusammenstellen
Gewürze zusammenstellen
Deckel schließen und ca. 1 1/2 Stunden schmoren
Deckel schließen und ca. 1 1/2 Stunden schmoren

Rezept

Rezept für vier Personen

Yak-Gulasch mit Blaukraut

  • 500 Gramm Yak Gulasch
  • 1 kleiner Blaukrautkopf
  • 1 Zwiebel
  • 0,2 l kräftiger Rotwein
  • 0,5 kräftigen Fond
  • 0,2 l Hollundersaft
  • 2 EL Blaubeergelee
  • 1 Lorbeerblatt
  • 6 Nelkenblüten
  • 3 Pimentkörner
  • einige schwarze Pfefferkörner
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 Becher sauere Sahne
  • 1 EL Butter
  • 2 TL Butterschmalz
  • Salz/Pfeffer
 
  1. Krautkopf aufblättern und die Strunke entfernen
  2. Blätter in Rauten schneiden
  3. Zwiebel kleinschneiden
  4. Kräuter in ein Gewürzei (Tee-Ei) geben
  5. In einem nicht zu großen Bräter einen TL Butterschmalz erhitzen
  6. Fleischwürfel salzen und portionsweise anbraten und die fertige Portion jeweils aus dem Bräter nehmen
  7. Restliches Butterschmalz erhitzen die Zwiebel anschwitzen
  8. Rohr auf 200° vorheizen
  9. Am Ende alle Fleischstücke in den Bräter zurückgeben, alles noch einmal anbraten, pfeffern und mit dem Rotwein ablöschen
  10. Blaukraut in den Bräter geben und mit dem Fleisch vermischen, Fond und Hollundersaft zugießen
  11. Kräuterei einlegen, 1 TL Butter zugeben und alles leicht salzen
  12. Deckel schließen und für 1 1/2 Stunden ins Rohr schieben. Dabei gelegentlich umrühren
  13. Ist das Fleisch weich das Kraut abschmecken und Blaubeergelee unterrühren
  14. Speisestärke mit 3 EL Wasser anrühren und ins leicht simmernde Kraut rühren
  15. Köcheln lassen, dabei restliche Butter unterrühren, bis die Soße anzieht
  16. Mit einem EL Sauerrahm pro Portion servieren
 

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