Zu Gast auf Castell und im Bürgerspital z. Hl. Geist

Blick von der Lage Schlossberg

In diesem Jahr war ich zum ersten Mal als Jurymitglied zu Best of Gold eingeladen.

In diesem Jahr war ich zum ersten Mal als Jurymitglied zu Best of Gold eingeladen. Was “Best of Gold” ist erkläre ich im nächsten Eintrag, erst kommen wir im malerischen Castell an und besuchen das Fürstlich Castell’sches Domänenamt.

Im malerischen Castell beginnt unser Ramenprogramm, im Wildbad werden wir begrüßt von Ferdinand Fürst zu Castell-Castell und seinem Weingutsleiter Peter Geil.

1399 ist das Wildbad erstmals erwähnt, 1600/001 baut Graf Wolfgang zu Castell ein neues Wildbadgebäude. Dort saßen wir angenehm kühl bei Winzersekt und Grossen Gewächsen aus dem VDP. Weingut Castell. Damals kamen die Badegäste aus Süddeutschland zur Kur mit dem schwefelhaltigen Bitterwasser, seit 2001 sind die Räume auf vorherige Anmeldung wieder zugänglich.

Saftig und voll im Geschmack ist der Silvaner 2008 Grosses Gewächs, der Jahrgangssekt 2012 Schloß Castell Silvaner Brut traditionelle Flaschengärung verfügt über eine elegante Säure, etwas Briochearomen, ist intensiv und sehr frisch.

Anschließend fuhren wir zum höchsten Punkt des Dorfes, auf den Casteller Schlossberg, wo der Silvaner wächst und die Aussicht sehr schön ist.

Castell ist ausserdem die Wiege des Silvaners in Franken: nach den Verwüstungen des 30jährigen Krieges und mit dem gleichzeitigen Einsatz einer Klimaveränderung, es wurde kälter, brauchte es eine ideale Rebe zum Wiederaufstocken der verlorenen Rebflächen. Am 5. April 1659 brachte ein Bote „25 Österreicher Fechser“ nach Castell, wo diese am 6. April am Fuß des Schlossberges in der Lage Reitsteig angepflanzt wurden. So begann der Silvaner seine neue Heimat in Franken zu erobern.

Zum Abendessen und der offiziellen Begrüßung aller Teilnehmer ging es ins Bürgerspital.

In der Kelterhalle konnte auch zu Coronazeiten genügend Abstand gehalten werden, inklusive optimaler Belüftung.

Vor dem Essen gab es noch eine kleine Kellerführung, denn auch das Bürgerspital ist als 700jähriges VDP-Weingut in Franken sehr geschichtsträchtig. Seit 1728 werden die besten Weine des städtischen Bürgerspitals in Bocksbeutel gefüllt, wie es damals der Stadtrat von Würzburg beschloss. In der Schatzkammer steht auch der älteste Weißwein der Welt aus dem Jahr 1540. 

Zu feinen Vorspeisen aus Kräutermousse, Räucherfisch und Schweinebraten konnten noch viele verschiedene Weine probiert werden.

Ein anstrengender Tag stand bevor, weshalb es nicht so spät zurück ins Hotel ging zum Ausschlafen im gemütlichen Zimmer der Steinburg.

Ich danke dem Fränkische Weinbauverband und dem Veranstaltungschef Andreas Göpfert für die Einladung und die tolle Organisation!

Ich bin Petra Hammerstein, zwischen den Mahlzeiten führe ich unseren Fami­lien­betrieb, das Antiquariat Hans Hammer­stein in der Mün­chener Türkenstrasse. Mein Interesse gilt dem Essen und vom Mut anderer möchte ich erfahren.

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