Winzerbesuch in malerischen Sommerach

Vorsichtshalber nicht so spät ins Bett gegangen war ich morgens recht frisch und pünktlich am Bus.

Unser erstes Ziel: das Weingut Zehnthof in zauberhaften Sommerach. Hier liegt ein Weingut eben dem anderen, wo probiert und auch gleich eingekauft werden kann.

Schönstes Wetter hatten wir auch am dritten Tag , heiß war es und so saß es sich schön draussen und eine kleine Führung durch den Weinkeller schaffte morgens schon Abkühlung.

In einem  1682 erbauten ehemaligen Mönchskloster gelegen wurde hier schon damals Wein ausgebaut. Das Weingut Zehnthof blickt auf eine lange Liste von Auszeichnungen, darunter auch “Best of Gold” in der Kategorie “Premium Aroma”, wobei wir auch bei einem Spezialgebiet des Weinguts wären: Müller-Thurgau, Scheurebe, Riesling und Traminer.

Die Familie Weickert produziert aber auch noch einige andere Weine, wie Silvaner, Spätburgunder und Edelsüß.

Weingut Zehnthof

Ein historischer Ort ist auch der Gasthof zum Schwan, an dem spaziert man vorbei in Richtung Winzergemeine Sommerach, unsere nächste Station .

Coronatechnisch teilen wir uns auf in Kellerbesuch und Weinschule, wir fangen in der Weinschule an und probieren verschiedene Jahrgänge zwischen 2008 und 2019: Weißburgunder Supremus, Silvaner Supremus, Traminer Supremus und Alter Satz, alle aus der berühmten Lage Katzenkopf.

Weiter im Programm geht es in den Keller zur Probe von kräftigen Traminern.

Wieder dem Keller entstiegen wurde uns das Mittagessen in den gemütlichen Nischen des Hofs serviert: Burrata mit Gemüse und Pulled Beef mit Polenta, dazu die passende Weinbegleitung.

Im angeschlossenen großzügigen Laden kann eingekauft werden, probieren kann man auch an der Bar und es gibt eine beachtliche Zahl an Preisen zu bewundern, darunter auch einige Ceratit Nodosus Schnecken aus vergangenen “Best of Gold” Prämierungen.

Interessant fanden wir, dass es in der Winzergenossenschaft für die Winzer nicht so anonym zugeht: Familiengewächse tragen die Namen der Winzerfamilien auf dem Etikett. So kann die Genossenschaft den Stolz auf ihre 90 Winzerfamilien zeigen und der Winzer wird so zu einem sichtbaren Teil des Produktes.

Winzerkeller Sommerach

Den letzten Besuch vor der Heimreise statteten wir dem dem Weingut Richard Östreicher ab..

Das 250 Jahre alte Weingut bewirtschaftet Richard Östreicher mit seiner Frau Kerstin, der Gastraum ist schlicht, gemütlich und im Schränkchen stehen einige geleerte Flaschen, die vieles über Richard Östreichers Stil aussagen: gelernt hat er im Burgund und entsprechend baut er seine Weine aus: schlank, elegant und feines Holz.

Obwohl die Zeit knapp bemessen war schafften wir einiges an Proben:

Die Weine sind benannt nach den Einzellagen Sommeracher Katzenkopfs: Augustbaum, Hölzlein, Rossbach und Rosen. Dazu kommen noch die beiden Lagen Ratsherr und Maria im Weingarten in Volkach und der Honigberg in Dettelbach.

Im Glas hatten wir: 2018 Weißburgunder Hölzelein, 2017 Chardonnay Rossbach, 2018 Chardonnay Rossbach – 2017 und 2018 Silvaner Augustbaum – 2016 und 2017 Spätburgunder Rosen, 2016 Spätburgunder Katzenkopf. Und wir waren komplett begeistert, ich muss mir unbedingt noch eine Auswahl bestellen.

Weingut Richard Östreicher

Schön war es, ich danke dem Fränkische Weinbauverband und dem Veranstaltungschef Andreas Göpfert für die Einladung und die beeindruckende Organisation, wir waren am Abend wieder pünktlich am Bahnhof! Den Weingütern danke ich für die Gastfreundschaft.

Ich bin Petra Hammerstein, zwischen den Mahlzeiten führe ich unseren Fami­lien­betrieb, das Antiquariat Hans Hammer­stein in der Mün­chener Türkenstrasse. Mein Interesse gilt dem Essen und vom Mut anderer möchte ich erfahren.

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