Frohes Neues Jahr!

Werbung unbezahlt – Ein Eintrag aus den Urzeiten meines Blog’s ist die Suppe mit Weißwurstnockerl.

Eine Verfeinerung der ursprünglichen Suppe des schwabinger Wirt’s Xaver Maier, der zu Zeiten meiner Kindheit Pächter des Lokal „Kaiser Friedrich“ in der Hohenzollern- Ecke Friedrichstrasse war.
Dort kam die Suppe immer an den Weihnachtsfeiertagen auf den Tisch, mit Suppennudeln und viel Schnittlauch.
Die Suppe war zwar viel fettiger, wie eben von richtigen Suppenhühnern gekocht, ich glaube, die gibt es heute nicht mehr.
Eigenartig auch, dass der „Kaiser Friedrich“ an den Feiertagen immer geöffnet war.
Ich kann mich auch nicht erinnern, dass der irgendwann zu hatte.

Als es das Wirtshaus irgendwann nicht mehr gab hat meine Mutter die Tradition weitergeführt.
Und so gab es die Suppe bis zum Tod meines Vaters immer an Weihnachten.
Die Tradition verlor sich dann, zuletzt erinnerte ich mich scheinbar 2011 mit den Weißwurstnockerln.
Damals habe ich beim Metzger in der Au erstmals ungebrühte Weißwürste entdeckt und kam auf die Idee, das Brät zu verwenden.

Dieses Jahr wurde um Weihnachten herum soviel gekocht, dass wir eigentlich mit dem Resteessen nicht nachkamen.
So kam es, dass die Weihnachtssuppe zur Neujahrssuppe wurde.
Überhaupt ist es ja völlig egal, wann man die Suppe isst, vor allem, wer damit keine Erinnerungen verbindet. Passend ist nur die kühle Jahreszeit.

Ich muss heute sagen, dass das Original viel besser schmeckt als die Nockerl, denn Suppennudeln und Schnittlauch sind die beste Kombi zu Wurst und kräftiger Hühnerbrühe.
Noch dazu ist es ja viel einfacher…

Das mit den Fettaugen auf der Suppe habe ich in diesem Jahr nicht so hinbekommen, das Huhn war wohl zu mager.
Wichtig ist es, sehr lockere Weißwürste zu bekommen.
Die gibt’s in der Metzgerei Bichler.

Und noch wichtig: alles separat und gleichzeitig kochen bzw. warm machen:
Suppennudeln kochen, abgießen.
Weisswürste erhitzen, pellen und in Scheiben schneiden.
Fertige Brühe erhitzen.
Die Nudeln mit den heißen Wurstscheiben auf die Teller geben und mit sehr heißer Suppe aufgießen.
Viel Schnittlauch dazu, fertig.

Top auch als Katerfrühstück!

Metzgerei Bichler
Barer Str. 45
80799 München
Tel: 089 2720868

10 Kommentare

  • Scholz
    5 Monaten ago

    Danke für deine Wünsche und natürlich dir auch ein gutes Neues Jahr ! Bleib gesund, werd 100 Jahr !!!!
    Danke für die schönen Artikel !
    Dieter Scholz

    • 4 Monaten ago

      Danke, das wünsche ich auch!!

  • 5 Monaten ago

    Eine tolle Alternative zu puren Weißwürsten mit Senf und Brötchen , und viel viel mehr nach meinem Geschmack! Danke für die inspirative Idee!
    Ich mache meine Brühe übrigens auch gerne aus Resten und Knochen vom Brathähnchen ( wenn verfügbar ), das gibt tatsächlich einen super herzhaften Geschmack.
    Vor Allem für Asia Suppen wie z.B. die Bihun Suppe ist dieses Röstaroma eine unglaubliche Hilfe.

    • Scholz
      5 Monaten ago

      Stimmt !!! Mach ich auch, aber “ benutzte“ Knochen hier öffentlich zu beschreiben mag nicht jeder!
      Übrigens habe ich gestern im Internet von Stefan Marquart das Hühnersuppenrezept gesehen ! Wirklich sehr gut !
      Vor allem das er sich traut soviele Gewürze zu verwenden!
      Allzeit scharfe Messer !!!

  • Scholz
    5 Monaten ago

    Gute Hühnerbrühe mache ich mit gebratenen Chickenwings. Eine Stunde kochen und dann mit Suppengemüse ziehen lassen.
    Salzen und fertig!

  • Andrea
    5 Monaten ago

    Toll, was so einige Gerichte für Erinnerungen hervor bringen und wachrufen. Danke Dir dafür.

    Mag auch gern viel Grün auf und im Essen. Wogegen mein Mann sogar auf den Basilikum auf dem Mozzarella verzichten kann, mir völlig unverständlich, schon der Geruch löst bei mir Urlaubsgefühle und Fernweh aus. Ach ja.

    Mache gerade das 3. Mal in Serie meine Remoulade, jedes Mal wenn sie alle ist muss ich neue anrühren.

    • 4 Monaten ago

      Lustig, das mit dem Basilikum ist hier genauso:))
      Und die selbstgemachte Remoulade ist so super, ich hätte jetzt gerne Roastbeef….
      Liebe Grüße
      Petra

  • Andrea
    5 Monaten ago

    Mache sie auch mal demnächst, liebe ja sowieso Weißwürste und auch Suppen, obwohl die Kleckergefahr doch sehr hoch ist. Zumindest bei mir habe ich immer Einschläge zu verzeichnen. Deshalb esse ich Suppen nur zu Hause.
    Wobei mir dazu einfällt, dass mein Opa immer auch noch immer Salzkartoffeln mit in die Suppen musen musste. Mussten also immer extra welche für ihn kochen, er mochte sowieso Nudeln nicht so sehr. Die Suppen waren bei ihm auch immer sehr laut (schlürf).

    Wünsche Dir Petra und auch allen anderen hier ein gutes neues Jahr mit viel Geschick und Kreativität an Herd und Ofen

    • 4 Monaten ago

      Danke noch!
      Salzkartoffeln mag ich auch gerne in der Bouillon, so bisschen mit der Gabel zerdrücken, bisschen Schnittlauch oder Petersilie…
      Liebe Grüße
      Petra

  • Martha
    5 Monaten ago

    Werde ich nachmachen. Ich liebe solche einfachen Mahlzeiten.

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